OTS0112 5 II 0308 NST0001 Do, 25.Nov 2004
Innenpolitik / Haubner / Gewalt / Frauen / Regierung / Soziales / Kinder

Haubner: Gewalt gegen Frauen beginnt bereits im Kindesalter

Zur Stärkung der Rechte von Kindern und Jugendlichen wurde ein Nationaler Aktionsplan von der Bundesregierung verabschiedet

Wien (BMSG/OTS) - Jugendstaatssekretärin Ursula Haubner weist im Zuge des Tages gegen Gewalt gegen Frauen auch auf die Gewalt gegen Kinder hin. "Nicht nur Frauen sind nach wie vor Opfer von Gewalt, sondern auch Kinder. Das gesetzlich verankerte Gewaltverbot wird seitens des BMSG durch zahlreiche, wichtige Maßnahmen flankiert", so Haubner.

- "Elternbildung": Information über altersgemäße Erziehung und

Aufzeigen von Alternativen zu nicht gewaltfreier Erziehung; Information über Entlastung im Erziehungsalltag. Dadurch wird psychischer und körperlicher Gewalt vorgebeugt.
- Broschüre "(K)ein sicherer Ort": Bewusstseinbildung über Formen und Auswirkungen von sexuellen Gewalt sowie Aufzeigen von Hilfemöglichkeiten für betroffene Kinder und Jugendliche.
- "In-flight-Video" gegen Kindersextourismus: wird an Bord von Austrian Airlines Maschinen auf Flügen nach Südostasien gezeigt und soll zur Bildung von Bewusstsein beitragen, dass sexuelle Übergriffe an Kindern unabhängig vom Ort des Geschehens abzulehnen sind und auch strafrechtlich verfolgt werden.

"Trotzdem erleben wir viel zu oft Gewalt gegen Kinder in Form von körperlicher, seelischer und sexueller Misshandlung. Das heißt, dass die bereits bestehenden Maßnahmen weiter fortgeführt und ausgebaut werden müssen", so Haubner.

"Wir bauen unsere Programme und Förderungen ständig aus. Konkrete Maßnahmen wie die Kinderschutzgruppen an Krankenhäusern, die vorbildliche Arbeit gegen Gewalt an Kindern leistet werden jetzt österreichweit besser vernetzt. Netzwerke gegen Gewalt sind ein wichtiger Schritt um Kindern das Recht auf eine gewaltfreie Jugend zu garantieren. Ebenso wird der Rechtsanspruch für kostenlose Opferbegleitung gesetzlich verankert und vorgezogen," erklärte Haubner.

"Als Jugendstaatssekretärin ist es mir ein großes Anliegen, dass Kinder die Chance auf eine gewaltfreie Kindheit und Jugend erhalten", so Haubner bezugnehmend auf den Nationalen Aktionsplan für die Rechte von Kindern und Jugendlichen. (Schluss) bxf

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