OTS0136 5 II 0335 VPR0002 CI Mi, 13.Okt 2004
Innenpolitik / Wien / Stadtplanung / Hanappi-Stadion / ÖVP / Neuhuber

VP-Neuhuber: SPÖ Planungsressort schlittert endgültig ins Chaos

Gleichzeitig drei verschiedene Versionen für Hanappi-Stadion Bebauung! Scharfe Kritik an Schicker

"Im Wiener Planungsressort der SPÖ scheint die eine Hand nicht mehr zu wissen, was die andere tut", zeigt sich ÖVP Wien Planungssprecher LAbg. Alexander Neuhuber entsetzt. Im heutigen Wiener Planungsausschuss wurde mit den Stimmen der SPÖ Mehrheit das Plandokument Nr. 7625 beschlossen, das u.a. das derzeitige Gebiet des Parkplatzes zwischen Hanappi- und Dusika-Stadion umfasst.

In der heutigen 3. Version innerhalb kürzester Zeit, so Neuhuber mehr als verwundert, wurde dieses Gebiet - wie in den so genannten "besonderen Bestimmungen" nachzulesen ist - als eine 2-geschoßige Anlage zum Einstellen von KFZ gewidmet. "Das steht im krassen Widerspruch zu dem im Gemeinderat vor zwei Wochen beschlossenen ominösen Akt, demzufolge dieses Grundstück - und weitere in der Gegend Prater/Messe - zu unüblichen Bedingungen viel zu billig und ohne Ausschreibung an private Investoren verkauft werden soll. In diesem Geschäftsstück war nämlich für exakt dasselbe Gebiet von einem EKZ mit 27.000 m² Nutzfläche die Rede", betont Neuhuber.

Schicker übertribbelt sich selbst

Schon damals hatte die ÖVP, abgesehen von der undurchsichtigen Vergabe und dem viel zu geringen Kaufpreis, kritisiert, dass damit das städtebauliche Leitbild, wie es die SPÖ erst im September 2003 im Gemeinderat beschlossen hatte, konterkariert wird. In diesem wurde wiederum für exakt dasselbe Grundstück auf einer Brutto-Geschossfläche von max. 20.000 m² (bei einer Abweichung, wie damals festgestellt wurde, von 2,5 Prozent nach oben oder unten) je 50 Prozent für Büro- und Geschäftsflächen festgelegt.

Was stimmt also jetzt, fragt Neuhuber: Version 1, 2 oder 3? Dass sich der SPÖ-Planungsstadtrat Schicker innerhalb weniger Wochen und Monate beim Stadionparkplatz gleich mehrmals selbst übertribbelt, sei schon ein besonderes Schelmenstück, führt der VP-Planungssprecher weiter aus.

"Wozu", so Neuhuber, "beschäftigen wir uns im Gemeinderatsausschuss und in der Stadtentwicklungskommission eigentlich noch mit Plänen und Leitbildern, wenn diese ohnehin innerhalb kürzester Zeit wieder ad absurdum geführt werden?"

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