OTS0005 5 II 0329 NSN0007 Sa, 14.Aug 2004
Politik / Bahn / ÖBB / Wirtschaft / Niederösterreich

Heinzl: Neuerliche Verschiebung der Güterzugumfahrung St. Pölten ist verkehrspolitische Wahnsinnstat

Nadelöhr St. Pöltner Hauptbahnhof droht Verkehr auf gesamter Westbahnstrecke zu blockieren

St. Pölten, (SPI) - "Die Ankündigung der neuerlichen Verschiebung des wichtigen Bahn-Infrastrukturvorhabens der St. Pöltner Güterzugumfahrung (GZU) auf das Jahr 2016 (!) ist eine ‚verkehrspolitische Wahnsinnstat erster Güte'. Die Aussagen Verkehrsminister Gorbachs, angesichts fehlender Finanzmittel viele Bahnausbauvorhaben zu verschieben, trifft damit auch Niederösterreich und die zentrale Ost-West-Bahntransversale ins Mark. Schon jetzt stauen sich die Güterzüge in den St. Pölten vor- und nachgelegenen Bahnhöfen. Die Zugsfrequenz ist zu hoch, alle müssen durch die Stadt geschleust werden. Eine Zunahme des Güterverkehrsvolumens der Westbahn wird maßgeblich durch das Nadelöhr St. Pölten behindert, ja blockiert", kritisiert der St. Pöltner SP-Nationalrat Anton Heinzl die von FP-Gorbach angekündigte neuerliche Verschiebung.****

Hart ins Gericht geht Heinzl auch mit der Bundesregierung, "die selbst die Finanznot der ÖBB herbeigeführt hat - absichtlich und fahrlässig." "Milliarden Euro fehlen der ÖBB einfach deshalb, weil sich der Finanzminister hartnäckig weigert, seine Zahlungen zu den bereits geleisteten Investitionskosten der Schienen Infrastruktur Gesellschaft (SCHIG) zu bezahlen. Wir reden hier von 60 Prozent von rd. 10 Milliarden Euro, welche die SCHIG in den letzten Jahren investiert hat, aber durch Kredite finanzieren musste", so Heinzl der Grasser und Gorbach vorwirft, völlig falsche Schwerpunkte zu setzen. "Allein für den Preis der Kampfflieger könnten wir viele wichtige Lückenschluss- und Ausbauprojekte bei der Bahn finanzieren. Die Bundesregierung bräuchte auch nicht ‚wie nach der Nadel im Heuhaufen' nach Gegengeschäften zu suchen - denn die Finanzmittel kämen beinahe ausschließlich österreichischen Firmen und Unternehmen zu Gute", so Heinzl, der auch an NÖ Verkehrsreferenten LH Erwin Pröll appelliert, sich diese Vorgehensweise gegen die Interessen Niederösterreichs nicht länger gefallen zu lassen. "Nicht nur die GZU St. Pölten, auch die Bahnhofmodernisierung hängen in der Luft. Dass der öffentliche Verkehr in NÖ seitens des Bundes völlig zur Seite geschoben wird, ist nicht akzeptabel. Hier sollten Gorbach und die Bundesregierung ‚wieder auf Schiene gebracht werden'", so Heinzl.
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