OTS0271 5 II 0416 NVP0012 Mi, 09.Jun 2004
ÖVP / ÖVP / EU-Wahl / Wahlkampf-Abschluss / Mock

Mock: Eintreten für ein geeintes Europa und ein neues Österreich!

"Mr. Europa" Dr. Alois Mock feierte beim ÖVP-Wahlkampfabschluss für die Europawahlen seinen 70. Geburtstag

Wieselburg, 09. Juni 2004 (ÖVP-PD)"Eine politische Gemeinschaft, die keine langfristigen Ziele oder Visionen hat, ist keine wirklich gesunde Gemeinschaft. Eine politische Gemeinschaft die nur auf die Jetztzeit konzentriert ist, ist eine nutzlose," so Dr. Alois Mock, ÖVP-Ehrenparteiobmann und Vizekanzler a.D., der im Rahmen der ÖVP-Wahlkampfabschluss-Veranstaltung zu den Europawahlen in Wieselburg auch seinen 70. Geburtstag feierte. Man müsse langfristig in die Zukunft arbeiten und Grundsätze haben. "Wir müssen Eintreten für ein geeintes Europa, für ein neues Österreich, für eine weite, neue, moderne Zukunft."

Der Jubilar ließ bei seiner Rede vor 700 geladenen Gästen kurz die Geschichte Revue passieren und erinnerte, "dass es den Österreicherinnen und Österreichern nicht immer leicht gemacht wurde". Auch in der aktuellen Erarbeitung der EU-Verfassung gebe es immer wieder Rückschläge. "Solche Dinge werden nur mit Rückschlägen geboren", ist Mock überzeugt. Es gehe aber darum, nicht mutlos aufzugeben, sondern "ordentliche" Entscheidungen zu treffen. Man müsse Prinzipien haben, aber dabei stets flexibel bleiben.
In Österreich sei eine Dialogfähigkeit aufgebaut worden, wie sie selten woanders zu finden sei. Es gelte nun diese Dialogfähigkeit zu erhalten, so der "Mr. Europa". Toleranz, Flexibilität und Kompromissbereitschaft müsse man auch weiterhin mitnehmen. "Am Anfang war das Wort, dann muss die Tat folgen, um glaubwürdig zu bleiben." Die Vergangenheit lehre immer, aber sie finde oft keine Schüler, verwies Mock auf sein Lieblingszitat.

Zu der aktuellen Debatte rund um die Aussagen der beiden SPÖ-Politiker Broukal und Gusenbauer fand Mock klare Worte. Man müsse kritisch sein, aber: "Wir dürfen uns nicht selbst schlecht machen und zu einem Nazi-Land formulieren. Das werde ich immer bekämpfen, das dürfen wir uns nicht bieten lassen", sagte Mock. Er lehne jeden Extremismus ab.

"Jeder der wirklich Österreicher ist, muss über kurz oder lang auch begeisterter Europäer sein", unterstrich Mock die größte Friedensaufgabe, die sich Europa gestellt habe. "Wenn ich zu nichts anderes beitragen würde, als zur Entwicklung der Europäischen Union, die es unmöglicht macht, in der Zukunft noch einen Volkskrieg zu führen, wäre das für mich genügend Grund, begeisterter Europäer zu sein," so Mock. Der Weg in das neue Europa bedeute viel Arbeit. Man müsse vereint dafür eintreten, "dass wieder Mehrheitsziffern kommen", sagte Mock in Hinblick auf die Wahlbeteiligung bei den letzten Europawahlen. Man könne dies nicht garantieren, aber es sei eine große Chance. "Wir dürfen unsere Chance nicht verspielen. Das ist das erste Mal, dass realistisch ein Gebäude entsteht, das Kriege verhindern kann," so Mock abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Volkspartei www.oevp.at
Abteilung Presse und Medien
Tel.: (++43-1) 40 126-420
cvd@bp.oevp.at

***OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS***

OTS0271 2004-06-09/20:29