OTS0104 5 CI 0316 NGK0001 II Mi, 09.Jun 2004
Gesundheit / Medizin / Krankenkassen / Ärzte / Patienten / Niederösterreich

Verbesserung für Patienten, keine Verstaatlichung

Obmann Hutter: "Freie Arztwahl bleibt!"

St. Pölten (OTS) - Als Fehlinterpretation seiner Intentionen sieht NÖGKK-Obmann KR Gerhard Hutter die jüngsten Aussagen von Ärztekammerpräsident Dr. Lothar Fiedler. Weder hat die NÖGKK Verträge mit niedergelassenen Radiologen gekündigt noch die freie Arztwahl eingeschränkt, indem sie CT- und MR-Untersuchungen als befristetes Pilotprojekt auch in vier NÖ Krankenanstalten anbietet.

Von 1.7.2004 bis 31.12.2004 läuft ein Pilotprojekt von Nö. Gebietskrankenkasse und NÖGUS: Die Patienten können CT- und MR-Untersuchungen zusätzlich zu den niedergelassenen Instituten auch in vier NÖ Krankenhäusern in Anspruch nehmen. Ziel dieses Projektes ist es, Erkenntnisse über die Erbringung von ambulanten CT- und MR-Untersuchungen in Krankenanstalten zu erlangen, um diese mit bereits vorliegenden Erfahrungen im extramuralen Bereich zu verknüpfen und unter den Aspekten der Optimierung der Patientenversorgung, Qualitätssicherung und gesamtökonomischen Effizienz zu betrachten. Hutter: "Ich denke nicht, dass eine Ärztekammer Einwände gegen Qualitätssicherung und verbesserte Patientenversorgung haben kann."
Das Pilotprojekt ist ein zusätzliches Angebot für die Patienten. "Und es ist liegt auf der Hand, dass mehr Anbieter für den einzelnen Patienten eine Verbesserung bedeuten - also kürzere Wartezeiten, kürzere Anfahrtswege und in Summe kundenfreundlichere Öffnungszeiten", stellt Obmann Hutter klar. "Wir haben ja keinen einzigen Vertrag mit einem Institut gekündigt. Ganz im Gegenteil:
Allein am 1. Juni 2004 sind zwei niedergelassene Institute neu unter Vertrag genommen worden. Zusätzlich bieten wir mit dem Pilotprojekt noch weitere Möglichkeiten für die Untersuchungen per Zuweisung auf Krankenschein." Dass neben dem Patientenwohl auch betriebswirtschaftliche Überlegungen eine Rolle spielen, ist für Hutter klar: "Angesichts der angespannten finanziellen Situation im Gesundheitswesen muss man den gesamtökonomischen Aspekt im Auge behalten."

Hutter verwehrt sich auch gegen den Vorwurf, der Verstaatlichung des Gesundheitssystems Vorschub zu leisten. "Ganz im Gegenteil: Die NÖGKK ist - wie andere Krankenkassen auch - ein klarer Befürworter eines Systems der Gesundheitspartnerschaften. Und in diesem hat der niedergelassene Arzt für uns eine ganz wesentliche Funktion."

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