OTS0080 5 WI 1709 ALT0001 Mi, 05.Mai 2004
Recycling / Umwelt / Abfall / Unternehmen / Verpackung

ARA Geschäftsjahr 2003: 16 Mio. Euro für Wirtschaft eingespart - Systemoptimierungen bewirken günstige Tarife bei gleichzeitig höchster Qualität

Steigerung der Lizenzpartnerzahl auf rund 13.400 - in Summe mehr als 2,2 Mio. Sammelbehälter und gelbe Säcke - weltweit bequemstes Sammelsystem

Wien (OTS) - Die ARA Altstoff Recycling Austria AG stellte auch im Jahr 2003 ihre Leistungen als umfassender Dienstleister im Bereich der getrennten Verpackungssammlung unter Beweis: Neben der Akquisition neuer Kunden, konnten die Sammel- und Verwertungsmengen des ARA Systems wieder gesteigert und die Tarife gesenkt werden. Grund dafür ist die laufende Ausnutzung aller Optimierungspotenziale und der Non-profit-Ansatz des Abfallwirtschafts-Dienstleisters.

Rund 13.400 Kunden - T-Mobile, Hutchison 3G oder KIK setzen auf ARA Qualität

Die Zahl der ARA-Lizenzpartner stieg um 345 Neukunden auf insgesamt 13.396 per 31.12.2003. Darunter sind 2.668 ausländische Unternehmen, vor allem aus Deutschland und Italien. Klingende Namen unter den neuen ARA Lizenzpartnern sind beispielsweise Hutchison 3G, T-Mobile, Teleshopping & Webshopping, Indigo Gastronomie, KIK Austria.

1.003 neue Verträge

Insgesamt konnte die ARA 1.003 neue Verträge mit Lizenzpartnern abschließen und damit Mehreinnahmen gegenüber Budget von rund 980.000,- Euro verzeichnen, die wiederum in die Tarifkalkulation einfließen und den Kunden in Form von günstigeren Tarifen zu Gute kommen. Als ausschlaggebend für diese hohe Neuvertragszahl im Jahr 2003 sieht die ARA das 2003 weiter ausgebaute Serviceangebot, die dynamische Marktentwicklung, aber auch die umfassende Kundenbetreuung.

ARA Umsatz senkt erneut Kosten für heimische Wirtschaft

Der Umsatz der Altstoff Recycling Austria AG lag mit rund 148,47 Mio. Euro wie geplant unter Vorjahr, aber über dem budgetierten Wert. Grund dafür war die Mengensteigerung bei Kunststoffen klein (insbesondere von PET aufgrund des Jahrhundertsommers), Glas und Papier, die trotz geringerer Lizenztarife zu höheren Einnahmen als im Budget vorgesehen, führte. Im Vergleich dazu betrug der Umsatz 2002 gesamt 155,98 Mio. Euro. "Ein geringerer Umsatz der ARA bedeutet für unsere Kunden Einsparungen", so Dkfm. Christian Stiglitz, Vorstand der ARA AG, "im Detail konnten wir die Wirtschaft 2003 mit Einsparungen von 15,8 Mio. Euro entlasten. Und da kommt in besonderem Maße der Non-profit-Ansatz der ARA zum Tragen. Im Gegensatz zu anderen Anbietern arbeiten wir - als "Selbsthilfeorganisation" der österreichischen Wirtschaft - nicht gewinn- sondern kostenorientiert. Das bringt unseren Kunden günstigste Tarife, ohne aber dabei auf Qualität verzichten zu müssen."

Insgesamt betrachtet, verzeichnete die ARA bei allen Packstoffen eine Lizenzmengen-Steigerung (rd. 5%). Ein deutliches Plus war bei Kunststoffen (+10%) und Holz (+19%) festzustellen. Aber auch Papier (+3%) und Glas (+2%) zeigten Zuwächse.

Nach Lizenzeinnahmen gemessen (und nicht nach Lizenzmengen) änderte sich die Aufteilung lediglich etwas bei Papier - hier ging der Anteil von 19% auf 18% zurück. Alle anderen blieben so gut wie unverändert: Glas mit rund 12%, Holz 1% und Metall 7%. Kunststoff machte 54% vom Gesamtumsatz aus, Materialverbunde etwa 4%.

Der Jahresabschluss der ARA wird zurzeit noch erstellt und am 24. Juni 2004 bei der ARA Generalversammlung verabschiedet. Es zeichnet sich jedoch schon ab, dass alle Bilanzziele und Planwerte erreicht bzw. übererfüllt werden.

Steigerung der Sammel- und Verwertungsmenge auf 661.491 t

Bei der Sammel- und Verwertungsmenge erreichte das ARA System eine Steigerung von 2,5% auf 661.491 Tonnen. Rund 46% davon waren Papier, Karton, Pappe und Wellpappe, 28% Glas, 19% Leichtverpackungen, 4,6% Metalle und 2,6% Holz.

108 kg im Durchschnitt sammelte 2003 jeder Österreicher

"Als vorbildhaft kann wieder das Sammelverhalten der Österreicherinnen und Österreicher bezeichnet werden. Denn die Pro-Kopf-Sammelmenge aus Haushalten (Verpackungen inkl. Altpapier) ist erneut gestiegen - und zwar von 106,4 kg 2002 auf 107,5 kg 2003.

132 kg - Vorarlberger erneut Nr. 1

Spitzenreiter sind wie in den Vorjahren die Vorarlberger mit rund 132 kg pro Einwohner. Neu ist Burgenland auf dem zweiten Rang (117 kg), dicht gefolgt von der Steiermark mit 116 kg.

Die jahrelange Aufklärungs-, Beratungs- und Motivationsarbeit des ARA Systems zusammen mit den Kommunen über die rund 220 ARA Abfallberater hat sich ausgezahlt", meint Stiglitz. "Unsere Abfallberater tragen Sorge dafür, dass die Sammelhilfen auch korrekt genutzt werden. Sie sind unser Sprachrohr in Richtung Bevölkerung."

Die Verträge mit den Kommunen wurden im Übrigen Ende 2003 neu verhandelt und für weitere drei Jahre verlängert, womit die Zusammenarbeit mit den Abfallberatern auch in Zukunft in bewährter Form erfolgen kann.

1,07 Mio. Behälter und 1,19 Mio. gelbe Säcke für die getrennte Sammlung

Grundlage für die hohe Sammelqualität, aber auch die hohen Sammelzahlen, bildet die laufend optimierte Sammelinfrastruktur. Das ARA System stellte den Bürgerinnen und Bürgern 2003 insgesamt 1.071.207 Behälter zur Verfügung - das sind 36.122 mehr als im Jahr davor. Die Behälterzahl wurde bei allen Sammelfraktionen erhöht. Auch die Zahl der an die Sacksammlung für Leichtverpackungen angebundenen Haushalte konnte mit 1,19 Mio. weiter gesteigert werden (2002: 1,15 Mio. Haushalte). "Wir passen die Behälterausstattung und den Abfuhrrhythmus den jeweiligen örtlichen Bedürfnissen an und legen dabei einen Schwerpunkt auf die haushaltsnahe, getrennte Erfassung der Verpackungsabfälle. Mit dieser hohen Behälterdichte bilden wir für Privathaushalte und Wirtschaft das weltweit bequemste Sammelsystem", erläutert Dkfm. Stiglitz.

2004: 4,2 Mio. Euro Einsparungen durch niedrige Tarife

Für die österreichische Wirtschaft zeigen sich die Erfolge der ARA jedoch nicht nur im hohen Standard und in der Kontinuität der Leistungen, sondern auch in günstigen Tarifen - diese konnten auch für das laufende Geschäftsjahr 2004 realisiert werden: Einsparungen von 4,2 Mio. Euro werden durch gesenkte Lizenztarife - aufgrund niedrigerer Sammel- und Verwertungskosten - sowie eine neue Tarifstruktur für Kunststoffverpackungen möglich. Konkret wurden die Tarife für Papier-Verkaufsverpackungen um 12%, jene für Papier-Transport-Verpackungen um 9% reduziert. Der Tarif für Einweg-Glas liegt um 6% unter dem bisherigen. Die Kosten für kleine Ferrometalle verringerten sich um 3%, die Ersparnis bei den großen Ferrometallen beläuft sich auf 6%.

"Von 1995 bis 2004 konnten wir die österreichischen Unternehmen insgesamt mit einer Einsparungssumme von 113,5 Mio. Euro entlasten. Die durchschnittlichen Lizenzierungskosten pro Tonne Verpackungsmaterial werden in diesem Jahr 165 Euro betragen. 1995 zahlten unsere Kunden vergleichsweise noch 310 Euro pro t, 2003 kostete eine Tonne 170 Euro", so Stiglitz.

Umstellung der Sammelsysteme mit Bedacht

Die im Zusammenhang mit der Deponieverordnung viel diskutierte Umstellung der Sammelsysteme relativiert Stiglitz: "Ein Umbau der Sammlung wird nur dort erfolgen, wo es auch wirklich für alle Beteiligten Sinn macht. Und bei der Beurteilung wird es keine Alleingänge geben, sondern wir werden die optimale Lösung in Kooperation mit den jeweiligen Gemeinden und Abfallwirtschaftsverbänden erarbeiten. Federführend ist dabei die ARGEV mit ihren Fachleuten." Die seit 1.1.2004 geltenden Bestimmungen der Deponieverordnung haben - wie bereits erläutert - zur Folge, dass Abfälle entweder direkt in Müllverbrennungsanlagen verwertet oder in mechanisch-biologischen Anlagen aufbereitet werden müssen. Dies wirkt sich auch auf das ARA System aus. Künftig werden in einigen Regionen nur mehr solche Verpackungen getrennt erfasst, für die eine stoffliche Verwertung ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist. Alle übrigen werden gemeinsam mit dem Restmüll gesammelt.

"Die Konsumenten werden von etwaigen System-änderungen jedenfalls zeitgerecht informiert, wobei wir überzeugt sind, dass seitens der Bürger Verständnis für Änderungen vorhanden ist, wenn diese durch technische Innovationen begründet sind und genau erklärt werden."

Idee und Qualität der Kunststoffverwertung nicht in Frage gestellt

"An der Idee, der Qualität und der Menge der stofflichen Verwertung von Kunststoffen ändert eine Umstellung der Sammlung aber auf jeden Fall nichts", bekräftigt Stiglitz. "Die Verwertung wird wie bisher realisiert und die Ergebnisse werden eher bessere sein, da durch die höhere Sauberkeit der Sammelmengen auch bessere Recycling-Resultate zu erzielen sind." Thermisch verwertet werde, so Stiglitz, jener Anteil, der auch bisher thermisch verwertet wurde -nur wird dieser nicht mehr über die getrennte Kunststoffsammlung erfasst, sondern über den Restmüll.

Zum geplanten Aufbau eines zweiten Haushalts-Sammelsystems durch die Tochterfirma der Interseroh AG, dem größten deutschen Entsorgungskonzern, der EVA GmbH, nimmt Stiglitz ebenfalls klar Stellung: "Wir scheuen den Mitbewerb nicht, wie wir auch in den vergangenen Jahren schon gezeigt haben, als die EVA bereits auf dem Sektor der gewerblichen Abfälle tätig war. Aber wir müssen natürlich überlegen, was wir tun können, wenn große deutsche Entsorger mit aller Kraft auf den österreichischen Markt drängen. Wir haben in der Vergangenheit unsere wirtschaftliche Stärke und Kompetenz bewiesen. So haben wir unseren Marktanteil bei den gewerblichen Verpackungen gehalten und die Tarife auch dort gesenkt, wo es keinen Wettbewerb gab. Das ARA System hat darüber hinaus eine hohe österreichische Wertschöpfung erzielt und die Grundsätze, Strukturen und Strategien des ARA Systems sind beispielhaft in Europa. Unsere Wettbewerbsstrategie heißt daher auch in Zukunft: Echte Kostenführerschaft und langfristige partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden. In diesem Sinne werden wir nicht zulassen", gibt sich Stiglitz kämpferisch, "dass große Konzerne mit rein unternehmerischen Interessen den heimischen Markt kurzfristig 'aufmischen' und die kontinuierliche, langfristige Aufbauarbeit, die ja überhaupt erst die positive Tarifentwicklung ermöglicht hat, zerstören."

Prüfungen attestieren ARA und ARGEV untadelige Gebarung

In Bezug auf die jüngst wieder öffentlich thematisierten anonymen Anzeigen gegen die ARA und die ARGEV verweist Stiglitz auf die von Anbeginn der ARA laufend erfolgten Prüfungen und Kontrollen: "Die ARA und die ARGEV wurden in den vergangenen Jahren in verschiedensten Prüfungen bis ins Detail durchleuchtet - das reicht von aktienrechtlichen Pflichtprüfungen, über zahlreiche freiwillige Prüfungen, mehrere Großbetriebsprüfungen des Finanzamts Wien bis zu Prüfungen durch Experten des Umweltministeriums als Aufsichtsbehörde. All diese Untersuchungen attestierten uns steuerliche Korrektheit, ein gesetzeskonformes Vorgehen und eine untadelige Geschäftsgebarung. Die derzeit laufende Prüfung durch eine Expertenkommission gemäß § 11 AWG ist leider noch nicht abgeschlossen und der Endbericht liegt daher noch nicht vor. Aus Anlass der publizierten Vorwürfe hat uns das Umweltministerium eine Vorausstellungnahme der Expertenkommission übermittelt, in der die Korrektheit der Vorgangsweise in den betroffenen Gesellschaften bestätigt wird. "

ARA Consulting: KNOW-HOW ALS GEFRAGTER EXPORTARTIKEL Consulting der ARA gefragt

Neben der Organisation der getrennten Sammlung und Verwertung erweitert die ARA schon seit Jahren ihr Tätigkeitsfeld - nicht nur um Beratungsleistungen und Abfallwirtschaftskonzepte für heimische Unternehmen. Auch im Ausland sind die Erfahrung und das Wissen der ARA gefragt. So hat das Abfallwirtschaftsunternehmen in Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowenien, Tschechien, Slowakei und auch Zypern sowohl Systembetreiber als auch Regierungsstellen und Behörden beraten. "Unser Know-how hat sich inzwischen zum gefragten Exportartikel entwickelt. Als kundenorientierter Dienstleister konnten wir 2003 sieben Consultingprojekte realisieren. Die Bandbreite reichte dabei von der Beratung bei der Umsetzung einer nationalen Verpackungsverordnung über die Entwicklung von Lizenztarifkalkulationen bis zu einem Verpackungsabfallmanagement-Workshop. Auftraggeber war unter anderem auch das ungarische Verwertungssystem ÖKO-Pannon, das wir bei der Tarifkalkulation unterstützen konnten", erklärt Christian Stiglitz.

Bildmaterial: Fotos finden Sie zum Downloaden auf der Website http://www.ara.at

Grafik(en) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Grafik Service, sowie im OTS Grafikarchiv unter http://grafik.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Dkfm. Christian Stiglitz (Vorstand)
Altstoff Recycling Austria AG,
Tel.: 01/599 97-201
Christian Mayer (Leiter der Kommunikation)
Altstoff Recycling Austria AG,
Tel.: 01/599 97-301
Mag. Brigitte Mühlbauer
Menedetter PR,
Tel.: 01/533 23 80

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