OTS0094 5 II 0209 GKR0004 Mi, 21.Apr 2004
Politik / Wien / Grüne / Arbeitsmarkt

Wiener Grüne unterstützen Veloce-Fahrerstreik

Beispiel für die prekäre Situation der freien Dienstnehmer

Wien (Grüne) - Die Wiener Grünen unterstützen den seit Montag Mittag ausgerufenen unbefristeten Streik des Großteils der Fahrradboten beim Botendienst Veloce und kritisieren die Vorgangsweise der Geschäftsführung.

Auslöser des Streiks war die Kündigung des Fahrradsprechers Manfred Egger, nachdem die Geschäftsführung von Veloce über eine geplante Betriebsratswahl informiert wurde. "Der Streik als Reaktion auf den Rauswurf ist verständlich und mehr als gerechtfertigt", meint Albert Steinhauser, Landessprecher der Wiener Grünen. "Dass mittlerweile alle am Streik beteiligten Fahrer gekündigt wurden, zeigt den untragbaren Umgang der Geschäftsführung von Veloce mit grundsätzlichen Arbeitsrechten", so Steinhauser weiter.

Das Argument, die Fahrradboten seien freie Dienstnehmer, daher stünden ihnen solche Rechte nicht zu, gilt für Steinhauser nicht. "Bei näherer Prüfung der Situation liegt der Schluss nahe, dass es sich um reguläre Angestelltenverhältnisse handelt. Daher steht den FahrerInnen das selbstverständliche Recht zu, einen Betriebsrat zu wählen." Vielmehr zeigt dieser Fall für Steinhauser die Problematik der Umgehung von ArbeitnehmerInnenrechte durch atypische Dienstverhältnisse.

Steinhauser zeigt sich auch darüber enttäuscht, dass gerade in einem Unternehmen mit einer innovativen umweltpolitischen Idee die Rechte der MitarbeiterInnen derartig gering geschätzt werden.

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