OTS0158 5 II 0191 NGB0006 Fr, 26.Mär 2004
Innenpolitik / Geriatriezentren / Anonyme Tester / Personalnot

GdG: Anonyme "Agenten" lösen Probleme der Geriatrie nicht!

Statt Bespitzelungsaktionen zu starten wäre es wichtig, endlich die Personalnot in den Griff zu bekommen

Wien (GdG/ÖGB) - "Sinnlose Augenauswischerei!" So kurz und bündig wies die Vorsitzende der Hauptgruppe II - Gesundheitsberufe in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Monika Mauerhofer, Freitag den Einsatz anonymer Testpersonen in Geriatriezentren zurück. Der Vorschlag eines Privatunternehmens trage nicht dazu bei, die Probleme der öffentlichen Geriatrie in den Griff zu bekommen.++++

"Ein Gutachten des Ludwig-Boltzmann-Instituts, das wir bereits im vergangenen Winter präsentiert haben, zeigt klar, wie die Probleme in der öffentlichen Geriatrie zu lösen wären. Vorrangig wären verstärkte Anreize nötig, die der Pflege mehr Personal bringen", erklärte Mauerhofer.

Dass statt dessen nun ein Privatunternehmen über das Internet sogenannte "anonyme Agenten" anwerbe, die - ohne entsprechende Schulung - Seniorenheime "überprüfen" und gegen Bezahlung Mängel an dieses Unternehmen melden sollen, lehne die GdG entschieden ab. "Gefragt ist jetzt nicht Geschäftemacherei und Bespitzelung auf dem Rücken von Bediensteten und PatientInnen, sondern die Sanierung der öffentlichen Pflege, wie sie in dem von uns in Auftrag gegebenen Gutachten angeregt wird", schloss die HG II-Vorsitzende.

ÖGB, 26. März
2004
Nr. 207

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