OTS0081 5 WI 0449 VGH0001 Mi, 24.Mär 2004
Handel / Industrie / Getränke / Bier / Steuern / Finanzen

Bieriges Österreich

Wien (OTS) - Die österreichische Brauwirtschaft konnte im Jahr
2003 einen Ausstoß von 8.891 Millionen Hektoliter erbrauen, davon blieben 8.430 Millionen Hektoliter im Inland (+ 1,7 Prozent gegenüber 2003). Nach einer Steigerung von 1,5 Prozent auf dem Inlandsmarkt im Jahr 2002, setzte sich der erfreuliche Trend zum Bier auch im Jahr 2003 fort. Damit erreichte der Pro Kopf-Konsum das erste Mal seit 1997 wieder die 110 Liter-Marke!

KR Johann Sulzberger, Obmann des Verbandes der Brauereien Österreichs, führt diese Steigerung auf drei wesentliche Faktoren zurück: "Erstens, der oberste Bierverkaufsleiter hat gut gearbeitet (Petrus), zweitens die österreichischen BiertrinkerInnen haben zu den natürlichen Werten zurückgefunden und drittens haben die österreichischen Brauer beste Qualität in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt."

Es gibt ca. 500 verschiedene österreichische Biere gebraut von 54 Unternehmen an 62 Standorten. Ungebrochen ist der Trend zu Gasthaus-und Hausbrauereien. 2003 ist ihre Zahl auf 83 gestiegen. "Die Österreicher lieben es zu gustieren und Neues zu entdecken. Besonders ist dabei die spannende Kombination, vermeintlich Bekanntes neu zu entdecken. Die Menschen zu überraschen und neugierig zu machen und die Neugierde letztlich zu belohnen, ist die schönste Aufgabe für uns Brauer", so Sulzberger.

Märzenbier behauptet seine Stellung

Mag. Jutta Kaufmann-Kerschbaum, Geschäftsführerin des Verbandes der Brauereien Österreichs, berichtet, dass Lager-/Märzenbier weiterhin die Lieblingsbiersorte der Österreicher bleibt. Mit einem Inlandsmarktanteil von 56,5 % konnte diese gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs um 1,5 % verzeichnen. Sortenmäßige Gewinner sind zudem Radler (mit Alkohol) + 23,7 % und Weizenbier + 4,4 %.

Die Natur in vollen Zügen genießen

ist insbesondere bei österreichischem Bier wieder angesagt. Künstliche Substitutionsgetränke passen für viele nicht mehr in die persönliche Getränkekarte. Bier ist nun mal eines der wenigen Getränke, die 100% rein sind.

Die Österreicher lieben ihr österreichisches Bier. Der Fiskus leider auch.

Angesichts der starken Belastungen der Brauwirtschaft in den letzten Jahren - den jüngsten Höhepunkt stellt das Road Pricing dar -ist die von der Bundesregierung bzw. dem Finanzminister angekündigte Biersteuerabrundung höchst notwendig. Die vom Finanzminister schon seit langem in Aussicht gestellte Abrundung von 2,08 Euro auf 2,0 Euro je hl/Grad Plato ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Trotzdem wird das österreichische Bier immer noch mehr als zweieinhalbfach höher besteuert als Bier im Nachbarland Deutschland!

Völlig unbefriedigend ist auch, dass die langjährige Forderung des Verbandes nach einer Ausweitung der Biersteuerermäßigung für Klein-und Mittelbrauereien, und damit eine Anpassung an die deutsche Situation, bisher nicht erfüllt wurde.

Sulzberger: "Die Steuerschmerzlinderung erfolgte in einer homöopathischen Dosis. Sie lindert zwar nicht den Schmerz, verspricht aber Hoffnung auf Besserung."

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Tel.: + 43(1) 713 15 05
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