OTS0047 5 WI 0304 MSS0001 II Di, 04.Nov 2003
Handel / Wirtschaft / Konsumenten / Ladenöffnung / Politik

EKZs fordern längere Öffnungszeiten in fünf Ländern

"Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Steiermark, Kärnten sind Konsumenten-feindlich"

Wien (OTS) - "Die Möglichkeit des längeren Abendeinkaufes bis 21.00 Uhr, wie sie in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und Vorarlberg seit dem Sommer besteht, wird von den KonsumentInnen sehr gerne angenommen, wie nicht nur eine aktuelle Umfrage beweist sondern auch von den Einkaufszentren-Betreibern in den vier Bundesländern festgestellt wird. Deshalb fordern wir die Landeshauptleute der bisher untätigen Bundesländer Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Steiermark und Kärnten auf, von ihrer Verordnungsmöglichkeit Gebrauch zu machen und endlich auch in "ihren" Ländern längere Abendeinkaufsmöglichkeiten zu schaffen", forderte Dr. Stephan Mayer-Heinisch, der Obmann der österreichischen Einkaufszentren-Fachvereinigung ACSC am Dienstag.

"In den vier Bundesländern, in denen zumindest ein Mal pro Woche bis 21.00 Uhr offen gehalten werden darf, haben schon in den ersten zwei Monaten der Neuregelung 13 Prozent der über 15-Jährigen den Abendeinkauf genutzt, in NÖ jeder siebente, in Wien jeder sechste. Rund ein Drittel davon hat Textilgeschäfte besucht, knapp ein Viertel Schuhgeschäfte, geht aus einer Umfrage der Unternehmensberatung Markant hervor". Aus der Umsatzentwicklung der Handelsbetriebe gehe zudem hervor, dass es sich bei diesen Abendeinkäufen zum überwiegenden Teil um Zusatzkäufe handle und nicht um Verlagerungen von den Tages- in die Abendstunden, sagte Mayer-Heinisch.

"Das bedeutet aber einerseits, dass die KonsumentInnen mit dem Abendeinkauf die so dringend notwendigen Konjunkturimpulse tatsächlich setzen, und andererseits, dass Shopping immer mehr Erlebnischarakter bekommt und nicht mehr nur der Bedarfsdeckung dient. Es ist daher absolut unverständlich, dass die Landeshauptleute Pühringer, Schausberger, Van Staa, Klasnic und Haider derartige Konjunkturimpulse verhindern, indem sie keine längeren Abendöffnungszeiten zulassen", stellt der Einkaufszentren-Obmann fest.

"Die Landeshauptleute handeln damit sowohl Konsumenten- als auch Wirtschafts-feindlich", sagt ACSC- Obmann Dr. Stephan Mayer-Heinisch. Es sei zutiefst österreichisch, dass der Bundesgesetzgeber nach jahrelangem Ringen endlich die Möglichkeit längerer Öffnungszeiten schaffe, diese aber dann von der Mehrzahl der Länder postwendend unterlaufen werde.

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Dr. Stephan Mayer-Heinisch
Tel.: 0664/3402947

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