OTS0257 5 II 0359 SPK0025 Fr, 03.Okt 2003
SPÖ / Prammer / Frauen / Konferenz

Prammer: Im Zentrum steht die Berufstätigkeit der Frauen

Klagenfurt (SK) SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer erläuterte Freitag Abend in einem gemeinsamen Pressegespräch in Klagenfurt mit der Kärntner Landesfrauenvorsitzenden Melitta Trunk die Kernthemen der morgen in St Veit/Glan stattfindenden Bundesfrauenkonferenz. "Wir haben die Zeit zwischen der letzten Bundesfrauenkonferenz und heute intensiv genutzt, um uns mit vielen Themen zu beschäftigen", erklärte Prammer. Im Zentrum der sozialdemokratischen Frauenpolitik würde die Berufstätigkeit der Frauen stehen, dementsprechend reiche die Palette der Forderungen und Anträge von der Bildung bis hin zur Pension. Es werde unter anderem ein Frauen-Bildungsprogramm und ein Frauen-Wirtschaftsprogramm präsentiert und Prammer verspricht anregende Diskussionen.****

"Halbe-Halbe ist für uns nicht obsolet", forderte Prammer die partnerschaftliche Teilung der Hausarbeit ein und erklärte, dass die SozialdemokratInnen "den Rucksack der Frauen nicht noch mehr anfüllen, sondern entleeren wollen". Berufstätige Frauen dürfen nicht als Rabenmütter bezeichnet werden, die Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind zu schaffen. Dazu gehöre ein Rechtsanspruch auf eine flexible Gestaltung der Arbeitszeit der Eltern, ähnlich dem Urlaubsanspruch. Schweden sei hier als Beispiel zu nennen.

Prammer mahnte in Richtung der ÖVP-Frauenministerin Rauch-Kallat Säumigkeit in verschiedenen Bereichen ein. So würden die Frauenprojekte finanziell hängen gelassen und es gebe seit April keine Vorsitzende der Gleichbehandlungskommission. Auch drohe die Frauengleichstellung durch das geplante Anti-Diskriminierungsgesetz ausgehöhlt zu werden - Prammer forderte ein eigenes Frauen-Gleichstellungsgesetz.

Auch auf das SPÖ-Pensionsmodell zu eigenständigen Alterssicherung der Frauen ging Prammer ein. Wesentlich sei Prammer das Hereinnehmen der atypisch Beschäftigten in die Pensionssicherung, ein eigenes Pensionskonto und eine bessere Dotierung der Kinderbetreuungszeiten. "Hier wird Frauen Sand in die Augen gestreut", sagte Prammer. So würden von den pensionsbegründenden Beitragszeiten nur die Frauen profitieren, die Kindergeld beziehen. Und die Deckelung des Pensionsverlustes auf zehn Prozent sei ebenfalls nicht akzeptabel. "Bei geringem Einkommen sind zehn Prozent höllisch viel", so Prammer.

Ein Gründerinnenprogramm soll es Frauen, die sich selbstständig machen und aus der sogenannten "Scheinselbstständigkeit" lösen wollen, erleichtern, Zugang zu Gründungskapital zu erhalten. Hier ortet die SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende eklatante Mängel bei der "sogenannten Wirtschaftspartei ÖVP". Und schließlich soll die Kinderbetreuung bundesweit sowohl in der Quantität, als auch in der Qualität einheitlich und als Bildungseinrichtung anerkannt werden. (Schluss) up

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