OTS0047 5 II 0179 NVB0001 So, 07.Sep 2003
Vorausmeldung / Pressestimmen / Politik

"Neues Volksblatt" Kommentar: "Armut" (Von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom Montag, 8. September 2003

Linz (OTS) - =

Er nennt Fehler und Versäumnisse, er zeigt Lösungen
auf, er anerkennt aber auch Leistungen - mit einem Wort:
Caritas-Präsident Franz Küberl sieht die Sozialpolitik in Österreich mit beiden Augen, er lässt sich von keiner Partei instrumentalisieren, was ihn glaubhaft und was es den Regierenden schwer macht, seine Kritik beiseite zu wischen.
Küberl anerkennt die Bemühungen der Regierung, auch in der Armutsbekämpfung, aber man müsse "nachlegen". Wobei vom Thema Armut der Bogen zu den Familien nicht weit ist. Es ist nun einmal eine Tatsache, dass Familien mit Kindern, besonders Alleinverdiener und -verdienerinnen und Alleinerzieher und -erzieherinnen der Armut näher sind als Alleinstehende und Ehepaare ohne Kinder.
Küberls Forderung, dass jene, die viel haben, etwas abgeben sollten, passt sehr gut für die Familienpolitik; die Umverteilung von den Kinderlosen zu denen mit Versorgungspflichten ist ein Gebot der Stunde!
Derzeit wird durch das Steuersystem nämlich in die andere Richtung umverteilt. Wen wundert's, dass Kinderwunsch und Kindersegen nicht im Einklang sind?

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