OTS0020 5 WI 0707 MMK0001 II Fr, 08.Aug 2003
Termin / Technologie / Wiisenschaft / Forschung / Medien / Politik / Tirol

Forschungselite trifft sich in Alpbach - Teil 1

Alpbacher Technologiegespräche 2003 unter dem Motto "Technologien im Auf- und Umbruch"

Wien (OTS) - Vom 21. bis zum 23. August werden im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach die Alpbacher Technologiegespräche stattfinden, die von der Industriellenvereinigung Österreich, den Austrian Research Centers und dem ORF (Radioprogramm Österreich 1) organisiert werden.

Internationale Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik werden in Plenarveranstaltungen und Arbeitsgruppen zum Thema "Technologien im Auf- und Umbruch" diskutieren. 600 Teilnehmer werden erwartet - Referenten kommen aus 20 Ländern. Eröffnet werden die Technologiegespräche durch Tim Hunt, Nobelpreisträger für Medizin. Nähere Informationen sind abrufbar unter:
http://www.arcs.ac.at/alpbach

Alle wichtigen gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte sind vor allem von der technologischen Entwicklung ausgegangen bzw. durch sie ermöglicht worden. Neue Technologien sind in nahezu allen Lebens- und Gesellschaftsbereichen präsent: Sie beeinflussen unsere Arbeitsformen und die wirtschaftliche Entwicklung ebenso wie unsere Kommunikationsformen. Die Alpbacher Technologiegespräche, die sich in den letzten Jahren von einer Randveranstaltung des Europäschen Forums Alpbach zum zentralen Event entwickelt haben, finden genau in der Mitte der jährlichen Tagung statt. Sie sind damit auch eine Brücke zwischen den wissenschaftlichen Seminaren der ersten Woche und aktuellen Fragen der Technologie, Wirtschafts- und Forschungspolitik sowie der europäischen Integration und Außenpolitik in der zweiten Woche. Die Technologiegespräche sind keine Veranstaltung von Wissenschaftern für Wissenschafter, sondern ein zielorientierter Dialog zwischen Wissenschaft, Industrie, Politik, Verwaltung, Studenten, Interessenvertretungen und NGOs zu grundsätzlichen Fragen der Wissenschafts- und Technologiepolitik und zu aktuellen technologie-und wissenschaftsrelevanten Fragen der Politik insgesamt. Damit steht die Politik auch bei den Technologiegesprächen im Mittelpunkt, aber in einer anderen Form als dies sonst bei vielen Kongressen üblich ist.

Hörfunkdirektor Mag. Kurt Rammerstorfer über die Tagung: "Der ORF als öffentlich-rechtliches Medienunternehmen sieht in den Alpbacher Technologiegesprächen eine wichtige Veranstaltung für die konstruktive, zukunftsorientierte Auseinandersetzung mit Innovation und Forschung. Der ORF agiert dabei nicht nur als Plattform und Vermittler, sondern auch als Motor und Impulsgeber für diese Bereiche. Wissenschaft und Bildung, Forschung und Entwicklung sind Schlüsselthemen, die der ORF zu vermitteln sucht - nicht zuletzt auch durch unsere Teilnahme an den Alpbacher Technologiegesprächen als Mitveranstalter. Das Radioprogramm Österreich 1 bietet sich dafür als besonders geeignete Plattform an, da sich hier hoher Anspruch mit einer ebenso breiten wie positiven Resonanz bei den Hörern verbindet." Und Dr. Günter Hillebrand von den Austrian Research Centers erklärt: "Ein besonderes Anliegen der Austrian Research Centers als Mitveranstalter ist es, die Notwendigkeit einer europäischen Vernetzung der angewandten Forschung aufzuzeigen und Standortvorteile darzulegen."

"Technologien im Auf- und Umbruch"

Die diesjährigen Gespräche widmen sich in den Plenarveranstaltungen, Podiumsdiskussionen und Arbeitskreisen den "Technologien im Auf- und Umbruch", die mit unterschiedlichen Schwerpunkten diskutiert werden: Die geladenen Wissenschafter, Unternehmer und Politiker bieten einen interdisziplinären und spannungsreichen Zugang zu den einzelnen Themen wie "Location Strategies for Know-how Intensive Industries", "The Location of Science", "Medical Technology and Preventive Medicine", "Architecture for Science - the New Architecture of Science", "The Future of European Research - New Instruments and Resources" u.a. Zu den Vortragenden zählen u.a. Klaus von Klitzing, Nobelpreisträger für Physik, Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart; Jean-Marie Lehn, Nobelpreisträger für Chemie, Universite Louis Pasteur, Strassburg und College de France, Paris; Alan Colman, Chief Scientific Officer, ES Cell International, Singapore; Jan A. Dekker, Vorstandsvorsitzender, TNO, Delft/Niederlande; Josef Martin Penninger, Institute of Molecular Biology der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien; Peter Skalicky, Rektor, Technische Universität, Wien; Gabriela Zuna-Kratky, Direktorin, Technisches Museum, Wien.

Zusätzlich zu den Plenarveranstaltungen gibt es neun Arbeitskreise, die sich Themen wie "Kyoto und CO2 -Technologielokomotive und/oder Anlass zur Standortverlagerung?", "Medizinische Technologien und Vorsorgemedizin - Finanzierung und Organisation", "Innovationsmotor Mikro- und Nanotechnologien", "Brain Gain, Brain Drain - Zukunftsnetzwerke Österreich-USA" oder "Digitalisierung der Kommunikation - 'Ihr persönliches Radio- und Fernsehprogramm'" widmen.

"Die Macht der Gedanken. Der Mensch zwischen Kunst und Maschine" ist der Titel der heuer zum dritten Mal stattfindenden Veranstaltung Off Alpbach. Dabei wird etwa eine Installation präsentiert, die das Institut für Elektro- und Biomedizinische Technik der TU Graz in Zusammenarbeit mit dem Künstler Thomas Baumann gestaltet. In Form eines "Brain-Computer-Interface" soll es Probanden möglich sein, durch Gedankenströme eine Klangskulptur zu steuern.

Auch heuer ist Junior Alpbach ein Fixpunkt der Alpbacher Technologiegespräche. Bei dieser Veranstaltung für Jugendliche wird u.a. Jack Steinberger, Physik-Nobelpreisträger und Wissenschafter am CERN in Genf, den Diskussionspunkt "Kosmologie" aus dem vergangenen Jahr aufgreifen und über "Cosmic Background Radiation" sprechen.

Rückfragen & Kontakt:

Claudia Klement
Sekretariat Alpbacher Technologiegespräche
Tel.: +43(0)50550-2045
Fax: +43(0)50550-2044
claudia.klement@arcs.ac.at

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