OTS0200 5 II 0242 PWK0011 WI Fr, 30.Mai 2003
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Private Krankenanstalten fordern gleiches Entgelt für gleiche Leistung

Hadschieff: Ausgezeichnetes Abschneiden im Leistungsvergleich mit öffentlichen Spitälern

Wien (PWK 343) - Im Rahmen der Präsentation des ersten Jahresberichts des Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (PRIKRAF) zogen die Verantwortlichen Bilanz über die bisherige Tätigkeit. Demzufolge wurde 2002 mit der Etablierung des PRIKRAF die Finanzierung für private Krankenanstalten auf die leistungsorientierte Krankenanstaltenfinanzierung (LKF) so wie im öffentlichen Bereich umgestellt.

Julian Hadschieff, Obmann des Fachverbandes der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich, begrüßte grundsätzlich die Schaffung des PRIKRAF, da mit der Umstellung auf LKF durch die idente Dokumentation erstmals ein objektiver Leistungsvergleich mit öffentlichen Spitälern möglich ist. Dabei zeige sich deutlich, dass die privaten Krankenanstalten im Vergleich ausgezeichnet abschneiden. Über 110.000 Patienten und Patientinnen wurden 2002 in PRIKRAF-Krankenanstalten versorgt, was der beste Beweis für die hohe Leistungsfähigkeit und ausgezeichnete Qualität der Privatkrankenanstalten sowie deren Bedeutung für die Gesundheitsversorgung in Österreich ist.

Trotzdem sei jedoch die finanzielle Benachteiligung der Privaten Krankenanstalten geblieben. So erhält ein Privatspital für eine Blinddarmoperation rd. € 640,- aus dem PRIKRAF, während z.B. in Salzburg ein Landesspital rd. € 1.610,- aus dem Landesfonds bekommt. Die Privaten Krankenanstalten fordern daher gleiches Entgelt für gleiche Leistung.

Erste wichtige Schritte dafür wären die versprochene Rückvergütung der Umsatzsteuer im PRIKRAF (Nettostellung) im Ausmaß von rund 5,5 Millionen Euro sowie die überfällige Valorisierung der Fondsmittel von 2002 auf 2003 entsprechend den bereits durchgeführten Erhöhungen in den öffentlichen Landesfonds, fordert Hadschieff. (hp)

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Mag. Julian Hadschieff
Obmann des Fachverbandes der privaten
Krankenanstalten und

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