OTS0162 5 II 0579 MUN0002 WI Mi, 21.Mai 2003
Bildung / Gehrer / Wettbewerb

Österreichische Schülerinnen und Schüler entwickeln den Innovationsvorsprung von morgen

Wettbewerb "Jugend innovativ" zeichnet hochrangige Projektarbeiten aus

Wien (OTS) - Die Förderung des Innovations- und Forschungsnachwuchses bildet einen wichtigen Schwerpunkt des österreichischen Bildungswesens. Dadurch wird das kreative Potenzial der jungen Menschen optimal gefördert und zugleich ein zukunftsorientierter Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes geleistet. "Die österreichischen Schülerinnen und Schüler sind der Innovationsmotor von morgen und müssen deshalb in ihrer Kreativität, ihrem Erfindungsreichtum und ihrer Experimentierfreudigkeit bestmöglich unterstützt werden", so Bildungsministerin Elisabeth Gehrer.

Das Bildungsministerium veranstaltet heuer bereits zum 16. Mal gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium und der Innovationsagentur den Wettbewerb "Jugend innovativ", mit dem innovative Ideen und Projekte von Jugendlichen ab der 10. Schulstufe gefördert werden. Die besten Projektarbeiten werden finanziell unterstützt und mit Geldpreisen in der Höhe von insgesamt 7.500 € sowie zahlreichen Reisepreisen zu internationalen Wettbewerben prämiert. "Kreative Ideen und technische Innovationen können nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn gutes Fachwissen durch Kompetenzen wie Teamarbeit, Zielorientierung, Ausdauer und Überzeugungsvermögen ergänzt wird. Alle diese wichtigen Fertigkeiten werden durch ‚Jugend innovativ' gezielt gefördert. Der Wettbewerb trägt damit zur Förderung des Forschernachwuchses für Österreich und zur Förderung des Verständnisses für die Bedeutung der Forschung bei", erklärte Gehrer anlässlich der heutigen Preisverleihung. 244 Projekte wurden heuer eingereicht, von denen neun in das Finale nominiert und im Technischen Museum in Wien präsentiert wurden.

Sieger von "Jugend innovativ" 2003 ist das Projekt "Das intelligente Pannendreieck", das von 4 Schülern der 2. Klasse der HTL Braunau (Daniel Falterbauer, Rubert Friembichler, Stefan Kronberger und Franz Seiringer) entwickelt wurde. Jährlich finden etwa 489 Verkehrsunfälle durch Zusammenstöße mit stehendem Verkehr auf Österreichs Autobahnen statt. Die vier HTL-Schüler haben nun einen Lösungsansatz entwickelt, um das Gefahrenpotential bei Kollisionen und Auffahrunfällen auf Autobahnen schneller und vor allem wirksamer zu reduzieren - durch das intelligente Pannendreieck. Sobald sich ein Unfall ereignet, wird durch den Airbag bzw. die Warnblinkanlage ein Sender aktiviert, der ein kodiertes Signal aussendet. Auf Straßenleitpflöcken sind Empfangsmodule montiert, die das Funksignal empfangen und einen optischen Alarm aussenden. Durch diese sofort nach dem Unfall ausgelöste Warnung soll gewährleistet werden, dass sich der nachfolgende Verkehr in einem Streckenbereich von etwa 300 Metern ohne Zeitverzögerung auf die Gefahrensituation einrichten kann. Das Projekt wurde von der Expertinnen- und Experten-Jury als kreativ, einfach umsetzbar und verkehrstechnisch wirksam eingeschätzt und aufgrund einer fundierten Kosten-Nutzenrechnung für volkswirtschaftlich sinnvoll erachtet.

Etliche der eingereichten Projekte werden alljährlich vom Österreichischen Patentamt als patentwürdig erachtet, vielfach stoßen die Projekte auch auf direktes Interesse in österreichischen Unternehmen. Das hohe Niveau der von den österreichischen Schülerinnen und Schülern eingereichten Projekte zeigt sich an den bisherigen internationalen Erfolgen. Seit 1988 wurden von Österreichs Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim "European Contest for Young Scientists" vier erste und zwei zweite Preise, ein dritter Preis und mehrere Reisepreise gewonnen. Zahlreiche Entwicklungen wurden vom österreichischen Patentamt geschützt.

Bildungsministerin Gehrer kündigt an, dass auf Grund des hohen Interesses der Schulen bereits im nächsten Jahr eine Unterteilung des Wettbewerbs in mehrere Kategorien erfolgen wird. "Der Wettbewerb hat sich in den vergangenen Jahren stark in eine technische Richtung entwickelt, wo vor allem HTL-Schülerinnen und -Schüler mit herausragenden Leistungen hervortreten. Ebenso wichtig ist aber auch die frühe Förderung der Grundlagenforschung. In Fachrichtungen wie Physik und Chemie oder Mathematik haben die österreichischen Gymnasien sehr viel anzubieten, weshalb hier in den nächsten Jahren ein weiterer Projektschwerpunkt aufgebaut werden soll. Ebenso wird es einen Schwerpunkt im kaufmännischen Bereich sowie im Bereich des Designs geben, da auch diese Bereiche für ein innovatives Österreich von hoher Bedeutung sind", so Gehrer abschließend.

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