OTS0115 5 II 0501 GOK0003 KI Do, 20.Feb 2003
Medien / ORF / Wien Film

Der ORF kauft die Wien Film: Erwerb der Filme, Drehbücher, Stoffrechte und der Marke "Wien Film" fixiert

ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner: "Heimische Filme bleiben in österreichischer Hand"

Wien (OTS) - Der ORF hebt den Schatz der Wien Film und sichert den Fortbestand wertvollen österreichischen Filmguts. Gestern, am Mittwoch, dem 19. Februar 2003, finalisierten die Generaldirektorin des ORF, Dr. Monika Lindner, und der bisherige Eigentümer der Wien Film, Prof. Ulrich Schulenburg, im Rahmen einer Feier in den Rosenhügelstudios die Übernahme der Wien Film durch den ORF. Der ORF erwarb sämtliche Filmlizenzen der renommierten Wien Film und auch die Marke "Wien Film". Teil des Vertrags sind u. a. Produktionen mit den Publikumslieblingen Hans Holt, Bubi Scholz und Hans Moser, das unvergessliche Filmjuwel "Bel Ami" mit Johannes Heesters, weitere topbesetzte Revue-Filme in opulenter Ausstattung, die Großproduktionen "A Little Night Music" mit Elizabeth Taylor, Ken Annakins "Das Geheimnis der Eisernen Maske" mit Ursula Andress sowie Franz Antels "Der Bockerer". Insgesamt erwarb der ORF 45 Spielfilme, 34 Dokumentationen, die Kultur- und Kurzfilme von 1939 bis 1945 sowie zahlreiche Drehbücher und die Stoffrechte der Wien Film. Das umfassende Dokumentarmaterial von 1.043 Filmrollen, das ebenfalls Teil des Vertrags ist, wird vom ORF-Archiv gesichtet und für die nationale und internationale Verwertung aufbereitet.

ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner über die Bedeutung des "Wien Film"-Vertrags: "Ich bin stolz, dass es uns gelungen ist, mit Prof. Schulenburg diesen Vertrag abzuschließen. Mit den zahlreichen Filmen und Dokumentationen der renommierten Wien Film bleiben nun wichtige österreichische Produktionen, wie z. B. 'Bel Ami' mit Johannes Heesters, 'A Little Night Music' mit Elizabeth Taylor oder Franz Antels 'Der Bockerer' in heimischer Hand. Der Dank gebührt aber allen, die am Zustandekommen des Vertrags beteiligt waren, denn die historisch wertvollen Schätze der Wien Film bleiben nun in Österreich."

Sehr erfreut war Generaldirektorin Dr. Lindner auch, als sie aus den Händen von Prof. Schulenburg ein Messingschild mit dem Firmenlogo der Wien Film entgegennehmen konnte. Prof. Schulenburg über den Vertrag:
"Es freut mich, dass mit diesem Vertrag die Wien Film nun in den ORF übergegangen ist. Meine Mitarbeiter Dr. Schmitt und Dr. Teuchmann und ich werden unter dem Logo der 'Sascha-Film', der ältesten Filmfirma Österreichs, weiter in enger Kooperation mit dem ORF zusammenarbeiten. Dafür bin ich sehr dankbar. Wir werden dafür Sorge tragen, dieses Filmgut aus Österreich als Exportware auf den Weltmärkten zu platzieren. Und das wird sich auch für den ORF rechnen." Prof. Schulenburg spielte damit auf eine Betriebsvereinbarung zwischen der Sascha-Film und dem ORF an, die besagt, dass die vom ORF angekauften Produktionen der Wien Film durch die Sascha-Film im Ausland vertreten werden.

Filmjuwelen aus Österreich
Teil des Vertrags sind neben "Bel Ami", "Der Bockerer" und "A Little Night Music" und "Das Geheimnis der Eisernen Maske" u. a. Walter Kolm-Veltees "Franz Schubert - Ein unvollendetes Leben", "Frühling auf dem Eis" mit Hans Holt, "Das Herz einer Frau" mit Marianne Schönauer oder etwa "Schlagerparade 1961" von Franz Marischka. Weiters beinhaltet der "Wien Film"-Vertrag zahlreiche weitere starbesetzte Revue-Filme in aufwendiger Dekoration sowie die zwischen 1938 und 1945 produzierten Kurzfilme, die zur damaligen Zeit als Vorfilme zum Unterhaltungskino liefen.

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