OTS0074 5 II 0227 SPK0002 Mo, 03.Feb 2003
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VSStÖ: Gehrers Uni-Gesetz zementiert Männerbünde

14 Universitäten nominieren keine einzige Frau

Wien (SK) In seinen Befürchtungen bestätigt sieht sich der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) durch die von den Unis gewählten UniversitätsrätInnen. VSStÖ-Vorsitzende Eva Schiessl in einer ersten Reaktion am Montag: "Der Frauenanteil von knapp 17 Prozent ist wirklich skandalös". ****

"Beschämend " sei auch die Tatsache, dass gleich 14 der 21 österreichischen Universitäten überhaupt reine Männerrunden für die Uni-Räte nominiert haben, darunter die Unis Graz, Innsbruck, Linz, Klagenfurt, die WU Wien und die TUs in Wien und Graz.

Auch die Breite der österreichischen Wissenschaftslandschaft sei in den Uni-Räten nur mäßig repräsentiert, moniert der VSStÖ. So sei von 59 RätInnen nicht einmal ein/e WissenschafterIn aus dem Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften nominiert worden. Wirtschaft, Verwaltung und Naturwissenschaften dafür krass überrepräsentiert. "Die professorendominierten Gründungskonvente haben alles andere als mutige Personalentscheidungen getroffen", so Schiessl.

"Gehrers Universitätsgesetz hat die Professorenkurie (über 90 Prozent Männer) in allen Gremien mit absoluten Mehrheiten ausgestattet. Die Folgen sind so schlimm wie erwartet. Die Bildungsministerin ist jetzt aufgefordert, nicht nur von Frauenförderung zu reden, sondern zu handeln, zumindest 50 Prozent Frauen zu nominieren und die vernachlässigten Wissenschaftsbereiche einzubeziehen. Im Übrigen sind wir der Meinung, das UG 2002 muss zurückgenommen werden", schloss Schiessl. (Schluss) ns/mm

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