OTS0108 5 CI 0277 AKN0001 WI Fr, 29.Nov 2002
Verkehr / AKNÖ / Pendler / ÖBB

AKNÖ: Böses Weihnachtsgeschenk für NÖ Pendler

ÖBB-Preiserhöhungen treffen vor allem ArbeitnehmerInnen

Wien (AKNÖ) – Entrüstet reagiert AKNÖ-Präsident Josef Staudinger auf die geplanten Preiserhöhungen der ÖBB: "Wir haben sofort die Auswirkungen der gestern angekündigten Tarifsteigerungen berechnet und es zeigt sich, dass besonders die niederösterreichischen Pendler betroffen sind". Der Weg zur Arbeit verteuert sich zum Beispiel für alle, die von Bruck an der Leitha zum Südbahnhof wollen, monatlich gleich um 9 Prozent. Für die St. Pöltener wird die Wochenkarte nach Wien gleich um 9,3 Prozent kostspieliger. Und noch ein Beispiel: Wer eine Monatskarte von Wiener Neustadt nach Wien-Hetzendorf löst, der muss ebenfalls 9,2 Prozent mehr zahlen.

Allein diese Beispiele zeigen, dass der Durchschnittswert allein nicht aussagekräftig ist. Die genannten 5 Prozent Preiserhöhungen sind über alle Strecken gerechnet und zeigen, dass Einzelfahrkarten weniger stark verteuert werden als eben die Pendlertickets. "Wir wissen, dass die Verkehrsverbünde bei dieser Verteuerung der Zeitkarten mitziehen müssen, daher zahlen die ArbeitnehmerInnen wieder einmal drauf", erklärt Staudinger. Die Preiserhöhung sei gerade jetzt das falsche Signal an die Pendler. "Die Bahn hat in den letzten Jahren Fahrgäste verloren, mit Preiserhöhungen werden diese sicherlich nicht zurückgewonnen", ärgert sich AKNÖ-Präsident Staudinger über das unliebsame Weihnachtsgeschenk der ÖBB. "Wenn die Bahn teuerer wird, werden die ArbeitnehmerInnen keine Anreize zum Umsteigen sehen. Der Verkehrsinfarkt in der Ostregion ist wirklich nur mehr eine Frage der Zeit!"

Die AKNÖ wird übrigens im Dezember wieder ihre beliebte Fahrplanaktion durchführen und will die Bahn damit unterstützen, neue Gäste zu gewinnen. "Wir beraten die Pendler intensiv über ihre besten Verbindungen zur Arbeit. Die Preiserhöhung ist kontraproduktiv und sicherlich keine attraktive Werbemaßnahme", meint Staudinger abschließend.

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