OTS0197 5 II 0260 GKR0005 Mo, 18.Nov 2002
Termin Politik

Grüne/Vana: Infokampagne für atypisch Beschäftigte begrüßenswert

Maßnahmen gegen die Flucht aus dem Arbeits- und Sozialrecht sind überfällig.

Wien (Grüne) - Als "längst überfällig" bezeichnet die stv. Klubobfrau der Wiener Grünen, Monika Vana, die heute präsentierte Infokampagne der Stadt Wien für atypisch Beschäftigte. Maßnahmen zum Schutz atypisch Beschäftigter seien eine langjährige Forderung der Grünen. Allerdings komme die Kampagne seitens der Stadt Wien sehr spät und sei ein typisches Wahlkampfzuckerl. Vana: "Der Strukturwandel in der Arbeitswelt auf Kosten der ArbeitnehmerInnen ist seit Jahren im Gange. Auch die rasante Zunahme nicht existenzsichernder oder sozial abgesicherter Arbeitsplätze, vor allem von Frauen, ist nicht neu. Leider hat die Politik bisher in keiner Weise auf diese systematische Flucht aus dem Arbeits- und Sozialrecht und das zunehmende Verarmungsrisiko weiter Teile der Bevölkerung reagiert. Im Gegenteil: Teilzeitarbeit und Heimarbeit für Frauen wurde jahrelang als positiver Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie propagiert, statt die Umverteilung von Betreuungspflichten zwischen den Geschlechtern und die Vollerwerbstätigkeit von Frauen zu fördern. Vollerwerbstätigkeit ist die einzige Möglichkeit, die Existenz eigenständig zu sichern."

Vana nimmt aber erfreut zur Kenntnis, dass das Problem der atypischen Beschäftigung nun offenbar zumindest seitens der Wiener SPÖ erkannt wird und in einer Infokampagne seinen Niederschlag finden wird. "Die Angebote dürfen aber nicht nur auf niedrig Qualifizierte beschränkt werden", warnt Vana. "Die Zahlen zeigen deutlich, dass von atypischer Beschäftigung mittlerweile sämtliche Bildungsschichten und Einkommensklassen betroffen sind. Entsprechende Beratung, insbesondere die Einbindung in das Arbeits- und Sozialrecht, muss für alle atypisch Beschäftigten gelten", so Vana abschließend.

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