OTS0010 5 II 0215 PRO0008 So, 27.Okt 2002
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"profil": Alexander van der Bellen: "Das Verhältnis zur SPÖ war schon einmal besser"

Der Spitzenkandidat der Grünen spart nicht mit Kritik an der Wahlkampflinie der SPÖ

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kritisiert Grünen-Parteichef Alexander van der Bellen die Wahlkampflinie der SPÖ: "Ihr Platz-eins-, Platz-zwei-Gerede ist albern", sagt van der Bellen in Anspielung auf die Ansage von SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer, wonach die SPÖ in Opposition bliebe, wenn sie nur auf Platz zwei lande. Van der Bellen: "Daraus kann ich nur schließen, dass Grün-Wähler zugunsten der SPÖ abgezogen werden sollen." Das gemeinsame Ziel müsse aber sein, die schwarz-blaue Mehrheit zu brechen: "Wenn das nicht gelingt, ist alles andere Makulatur."

Hart geht der Grünen-Chef auch mit der ÖVP ins Gericht. Seine einstige Ansage, wonach auch eine schwarz-grüne Koalition vorstellbar wäre, revidiert er im "profil"-Interview: "Meine Aussage bezog sich nicht auf die jetzige ÖVP-Führung." Als jene ÖVP-Politiker, die er schätzt, nannte van der Bellen den EU-Agrarkommissar Franz Fischler, Heinrich Neisser und Erhard Busek

Von einem Rücktrittt für den Fall, dass die Grünen ihr Wahlziel -Verdoppelung der Mandatate - nicht erreichen, will der Grüne Parteichef nicht reden: " Falls wir zulegen, erreichen wir das beste Ergebnis in der Geschichte der Grünen. Ab 9,5 Prozent sind wir sogar grüner Europameister. Damit erübrigt sich die Frage wohl von selbst."

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