OTS0248 5 WI 0261 MWA0005 II Fr, 11.Okt 2002
Energie / Ökostrom

Ökostrom: Anteil ausbauen, aber Liberalisierungsvorteile für Kunden sichern

Stellungnahme des BMWA zu Glawischnig-Vorwurf (OTS206 von heute)

Wien (BMWA-OTS) - Zu dem heute von der stellvertretenden Bundessprecherin der Grünen, Dr. Eva Glawischnig, geäußerten Vorwurf, Minister Dr. Martin Bartenstein und die Industriellenvereinigung seien "blind für Zukunftsmarkt Ökostrom" (OTS206) stellt der Leiter der Energiesektion im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Dr. Bruno Zluwa, fest:

Die durch Verordnung des Ministeriums festzulegenden Einspeisetarife für Stromerzeugungen aus Kleinwasserkraft, Biomasse und Windkraft stehen noch in keiner Weise fest. Unter der Leitung der Sektion finden derzeit mit allen beteiligten Wirtschafts- und Konsumentenkreisen die notwendigen Erhebungen der Basisdaten und Bewertungen statt, die noch nicht abgeschlossen sind. Sektionschef Zluwa erinnert an die Zielsetzungen des Ökostromgesetzes, zu denen neben der Erreichung der Ökoziele bis zum Jahr 2008, nämlich 4 % aus Windkraft, Biomasse und Photovoltaik sowie 9 % aus Kleinwasserkraft, auch der verantwortungsvolle Umgang mit den begrenzten Budgetmitteln und die Sicherung der Vorteile aus der Liberalisierung für den Stromkonsumenten gehört.

Das Ökostromgesetz fordere die Errichtung der Ökostromanlagen dort, wo es die günstigsten Voraussetzungen dafür gibt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit ist zuversichtlich, dass nach Abwägung aller gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen ausgewogene Einspeisetarifregelungen erreicht werden, die auch die Interessen der zahlenden Konsumenten berücksichtigen und die Chancen des Ökostromgesetzes für den Klimaschutz nutzen.

Österreich werde auf der Basis des neuen Ökostromgesetzes und der gemäß klarer Vorgaben festzusetzenden Einspeisetarife seine Position als Vorreiter innerhalb der Europäischen Union bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien nicht nur beibehalten, sondern ausbauen, ist Zluwa überzeugt.

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