OTS0148 5 II 0244 SPK0008 WI Fr, 11.Okt 2002
SPÖ / Gusenbauer / Arbeitsmarkt

Gusenbauer fordert 10 Prozent mehr Mittel für Qualifizierungsmaßnahmen von Arbeitslosen

Wien (SK) "Es ist alarmierend, dass 300.000 Menschen im Winter keine Arbeit haben werden. Vor allem besteht die Gefahr: je länger die Arbeitslosigkeit dauert, desto mehr Langzeitarbeitslose wird es geben. Da kann man nicht tatenlos zuschauen", erklärte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer bei einem Besuch des AMS-Jobcenters im fünften Bezirk. "Die Mittel für Qualifizierungsmaßnahmen von arbeitlosen Menschen müssen aufgestockt werden, um zu verhindern, dass noch mehr Menschen in die Langzeitarbeitslosigkeit abgedrängt werden", forderte Gusenbauer. Konkret bedeute das, es müssen die Mittel für Qualifizierungsmaßnahmen um zehn Prozent erhöht werden, das sind rund 58 Millionen Euro, so Gusenbauer. Die BeraterInnen des AMS machten darauf aufmerksam, dass viel zuwenig Geld da sei, um die Menschen zu qualifizieren und weiterzubilden, nachdem die schwarz-blaue Regierung die Mittel des AMS ausgeräumt habe. ****

Es müsse dringend der dramatischen Situation am Arbeitsmarkt mit einer Ankurbelung der Wirtschaft gegengesteuert werden, forderte Gusenbauer. Dazu ist notwendig durch eine Steuersenkung die Kaufkraft zu stärken, die Unternehmen zu unterstützen, dass sie investieren können sowie Qualifikationsmaßnahmen für arbeitssuchende Menschen anzubieten.

"Es ist für das Budget kostengünstiger, wenn wir heute etwas gegen die Arbeitslosigkeit unternehmen. Denn es gibt nichts teureres für einen Staat als Menschen ohne Arbeit", erklärte Gusenbauer. Die Budgetexplosion habe im Kernpunkt damit zu tun, dass die Arbeitslosigkeit in so hohem Ausmaß angestiegen ist. Gusenbauer betonte, dass in wirtschaftlich schlechten Zeiten investiert und in guten gespart werden müsse. (Schluss) sl

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