OTS0137 5 II 0333 NFW0004 CI Fr, 27.Sep 2002
Politik / FPÖ / Wien / Mühlwerth

Mühlwerth: Idee einen Ombudsmann für Eltern und Lehrer einzurichten, ist begrüßenswert

Nur: wer von den Eltern, die Probleme mit Lehrern haben soll sich an ihn wenden?

Wien, 2002-09-27 (fpd) – "Bei Schülern und Eltern herrscht im Bezug auf die Schule oft ein Klima der Angst. Die Eltern fühlen sich ohnmächtig und befürchten bei Beschwerden über Lehrer oder Direktoren Nachteile für ihre Kinder an den Schulen. Beim Stadtschulrat haben sie immer wieder das Gefühl, dass sich die Beamten hinter die Lehrer stellen, selbst dann, wenn berechtigte Beschwerden vorgebracht werden", so die freiheitliche Vizepräsidentin des Wiener Stadtschulrates, Monika Mühlwerth, in einer Reaktion auf die Ankündigung von SP-Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl, einen Ombudsmann für Eltern und Lehrer einzurichten. ****

"Ich habe nahezu täglich Anrufe von Eltern, die entweder ihren Namen nicht nennen wollen oder mich inständig bitten ihn ja nicht preiszugeben. Bei einem so gestörten Vertrauensverhältnis zwischen Schule und Elternhaus wird der Ombudsmann wohl nicht viel zu tun haben", berichtete Mühlwerth.

Es wäre vor allem wichtig beim Verhältnis Lehrer-Eltern-Schüler vertrauensbildende Maßnahmen zu setzen. Dabei sind aber auch die Direktoren gefordert, die allzu oft wegschauen und hoffen, dass sich die Sache von selbst erledigt, was der völlig falsche Ansatz ist.

Es muss daraufhingearbeitet werden, dass Eltern und Schüler sich mit Beschwerden an den Direktor wenden können, ohne Sanktionen befürchten zu müssen. Natürlich soll das nicht dazu führen, dass Lehrer willkürlich angeschwärzt werden können, nur weil ein fauler Schüler sich für sein wohlverdientes "Nicht genügend" rächen will.

Aber für jene Lehrer, die wirklich ein skandalöses Verhalten an den Tag legen, soll es auch Konsequenzen geben müssen, was derzeit so gut wie unmöglich ist.

"Wenn also die Schulpartnerschaft ernst gemeint ist, müssen hier noch einige Verkrustungen aufgebrochen werden. Das könnte natürlich eine Aufgabe für den Ombudsmann sein. Hoffentlich schafft er das auch an zwei Tagen in der Woche zwischen 10 und 16 Uhr. Wir werden seine Tätigkeit und die Früchte seiner Arbeit jedenfalls genau beobachten und beurteilen", so Mühlwerth abschließend. (Schluss)

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