OTS0200 5 II 0223 NSK0004 Mi, 25.Sep 2002
SPÖ / AKS / Schule / Religionsunterricht

AKS für Ethik statt Religionsunterricht

Wien (SK) "Hoffentlich zum letzten Mal zeigt sich Ministerin Gehrer bezüglich des Themenbereiches Ethikunterricht von der reaktionären Seite. Die AKS (Aktion kritischer SchülerInnen) spricht sich für kulturelle Vielfalt statt für religiöse Heimatgefühle aus", sagte Niki Kowall, Bundesvorsitzender der AKS. ****

"Im Gegensatz zu Ministerin Gehrer sehen die allermeisten SchülerInnen Österreichs den Religionsunterricht sehr wohl als ersetzbar, es sei denn, sie fürchten um eine ruhige Stunde zum Abschreiben der Hausübung", so Kowall. "Die religiöse Zwangsbeglückung aller SchülerInnen, die sich nicht vom Religionsunterricht abmelden widerspricht definitiv dem Prinzip der Trennung von Staat und Kirche", sagte Kowall am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

"Am absurdesten sind jedoch Gehrers Aussagen, Religionsunterricht würde zu einem modernen Heimatgefühl führen. Nur weil Gehrer von der Unireform bis zum Heimatgefühl alles als modern bezeichnet bleibt ihre Politik dennoch unzeitgemäß", so der SchülerInnenvertreter. Ein zusammenwachsendes Europa in einer globalisierten Welt verlangt für Kowall eher nach einem bunten Unterrichtsfach, wo ethische und religiöse Fragen differenziert behandelt werden.

Am Kongress der BundesschülerInnenvertretung letzten April wurde von der großen Mehrheit der 130 teilnehmenden SchülerInnenvertreterInnen das Fach "Globale Ethik" gefordert. "Wie bei vielen anderen wichtigen aktuellen Debatten reagierte das Ministerium auch auf dieses Anliegen mit Ignoranz", berichtet der AKS-Vorsitzende. (Schluss) wf/mm

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