OTS0075 5 II 0313 PWK0001 Mi, 10.Jul 2002
Politik / WKÖ / Umwelt

Stabile Mehrwegquoten bei Getränkeverpackungen

Stoffliche Verwertung von PET-Flaschen kommt auf Touren

Wien (PWK515) - Weiterhin hohe Mehrwegquoten weist der zweite Umsetzungsbericht der Wirtschaftskammer Österreich zur Wiederbefüllung und umweltgerechten Verwertung von Getränkeverpackungen aus. Der Gesamt-Mehrweganteil liegt bei 58,2 % (Vorjahr 59 %), bei Limonaden legte der Mehrweganteil von 42,7 % auf 45,7 % noch zu, während bei Mineralwasser (57,3 % statt 64,6 %) und Fruchtsaft (16,6 % statt 17,2 %) Rückgänge zu verzeichnen waren. Weiterhin hoch liegt der Mehrweganteil bei Bier (83,9 %, im Vorjahr 85,3 %). Für das bemerkenswerte Ergebnis beim Gerstensaft ist insbesondere der Umstand verantwortlich, dass Bier in Kunststoffflaschen auf dem österreichischen Markt bisher nicht Fuß gefasst hat.

"Damit bietet die Wirtschaft den Konsumenten weiterhin eine gute Wahlmöglichkeit zwischen Getränken in Mehrwegverpackungen und Getränken in Einwegverpackungen sowie ein gut funktionierendes Sammel- und Verwertungssystem für Getränkeverpackungen", betont Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt-, Energie- und Infrastrukturpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich.

Gegenüber dem Jahr 2000 hat die stoffliche Verwertung von Getränkeverpackungen von rund 147.000 auf 150.000 Tonnen zugenommen. Im Vorjahr wurden zusätzliche Sammelschienen (Rücknahmeautomaten im Bereich des Handels) getestet. Seit Februar 2002 sind acht speziell für dieses Projekt konfigurierte Rücknahmeautomaten in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg im Einsatz.

Eine spektakuläre Steigerung des Ergebnisses ist bei der stofflichen Verwertung von PET-Flaschen zu verzeichnen. Diese Menge wurde von 6.101 auf 8.290 Tonnen erhöht. Die Verwertungsquote (berechnet auf Basis der Lizenzmenge) stieg von 32,7 % auf 39,2 %, womit ein kräftiger Schritt zur Annäherung an das langfristige Ziel von 50 % gesetzt werden konnte, betont Schwarzer.

Im kommenden Jahr plant die Wirtschaftskammer Österreich eine Fachtagung zur Entwicklung von Einweg- und Mehrwegverpackungen bei Getränken. 82 Unternehmen sind derzeit Mitglieder der freiwilligen Selbstverpflichtung. Ziele sind die ausreichende Sicherung des Mehrwegangebots, die Information der Konsumenten sowie die umweltgerechte Verwertung von Getränkeverpackungen. Der zweite Umsetzungsbericht ist unter http://wko.at/up verfügbar. (hp)

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101103 Jul 02

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