OTS0149 5 II 0316 NOB001 Fr, 21.Jun 2002
Politik / Gewerkschaften / Tagung

Europäische Polizei Union - EPU: Sicherheit ist grenzenlos

Die europäische Polizeigewerkschaft stellt Forderungen an die Tagung des Rates der Europäische Union in Sevilla

Wien (OTS) - Europa steht unter einem massiven Migrationsdruck,
der sich in den nächsten Jahren noch erheblich verstärken wird. Daher ist die Sicherung der Außengrenzen einer größer werdenden Europäischen Union ein wesentlicher Eckstein der EU-Migrationspolitik. Es geht um Lastenverteilung zwischen den Binnen- und Außengrenzländern der Union. Der Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit ist auf die illegale Einwanderung zu legen, zumal damit organisierte Kriminelle unter Ausnützung der sozialen Zwangslage von Menschen durch Schlepperei, Menschenhandel und Suchtgifthandel ungeheure Einkünfte lukrieren. Europa muss aber immer Platz für verfolgte Menschen haben.

Die Europäische Polizei Union begrüßt Reformen in den europäischen Polizeien, wenn in den Reformprozess Gewerkschaften als Vertreter der Reformbetroffenen eingebunden werden. In den letzten 10 Jahren hat es speziell in den Niederlanden, beim deutschen Bundesgrenzschutz als Polizei des Bundes und in Belgien tiefgreifende Polizeireformen gegeben. Speziell die Bediensteten des Bundesgrenzschutzes waren dabei mit Versetzungen über mehrere hundert Kilometer hinweg massiv betroffen. In Frankreich und Österreich stehen eingehende Reformen im Bereich der Gendarmerie und der Polizei bevor oder befinden sich in Umsetzung. Alle Reformanstrengungen müssen aber unter Wahrung der sozialen Interessen der Bediensteten durchgeführt werden. Das erfordert die dringende Einbindung von Polizeigewerkschaften. In jedem Fall müssen Reformen aber klare Führungs- und Zuständigkeitsverhältnisse schaffen.

Die Europäische Polizei Union - EPU vereinigt Polizeigewerkschaften aus 13 europäischen Staaten und ist Teil der Europäischen Föderation Öffentlich Bediensteter - EUROFEDOP mit Sitz in Brüssel, Belgien. Vorsitzender der EPU ist der Österreicher Hermann Feiner, die Stellvertreter sind der Franzose Jean-Claude Delage und der Deutsche Knut Paul. Als Exekutivsekretär fungiert der Niederländer Wim Groeneweg.

Rückfragen & Kontakt:

1) Hermann Feiner,
EPU-Vorsitzender;
GÖD-Presse;
Tel.Nr.: +43/1/534-54/233 oder 0664/501-39-56

2) Wim Groeneweg, ACP,
Tel.Nr.: +31/33/495-28-88;

3) Knut Paul, Bundesgrenzschutz-Verband,
Tel.Nr.: +49/30/446-78-721

4) Jean-Claude Delage, Alliance,
Tel.Nr. : +33/1/44-76-96-70

5) Bert Van Caelenberg,
Generalsekretär von EUROFEDOP,
Tel.Nr.: +32/2/230-38-65

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