OTS0175 5 CI 0354 NAE002 II Di, 23.Apr 2002
Gesundheit / Medizin / Bildung / Universitäten / Ärzte

Unireform: Morgen Proteste an Österreichs Universitätskliniken

Routineversorgung streckenweise nur eingeschränkt möglich - Notfallversorgung in vollem Umfang aufrecht erhalten

Wien (OTS) - Morgen, Mittwoch, wird es an den österreichischen Universitätskliniken eine Reihe von Protestmaßnahmen und Informationsveranstaltungen zum neuen Universitätsgesetz geben. So sind an der Universitätsklinik Innsbruck die Ärzte im Bundesdienst aufgerufen, aus Protest gegen die geplante Universitätsreform ab Dienstbeginn ihre Arbeit niederzulegen. Damit werde es nur einen Journaldienst wie sonst an Sonntagen üblich geben, berichtet der Hochschulreferent der Ärztekammer Tirol, a.o. Univ.-Prof. Dr. Thomas Luger. Der Routinebetrieb werde an diesem Tag deutlich eingeschränkt, die Notfallversorgung jedoch in jedem Fall aufrecht erhalten. Für 9 Uhr 30 ist eine Protestversammlung der bundesbediensteten Ärzte vorgesehen. Als Redner treten auf der Vizepräsident der Tiroler Ärztekammer, a.o. Univ.-Prof. Dr. Christoph Brezinka und der Hochschulreferent der Tiroler Ärztekammer, a.o. Univ.-Prof. Thomas Luger. Anschließend sind die bundesbediensteten Ärzte aufgerufen, sich einem um 10 Uhr 30 beginnenden gemeinsamen "Trauermarsch" der Innsbrucker Fakultäten in die Innenstadt anzuschließen. Dort ist gegen 13 Uhr 30 in der Maria-Theresien-Straße bei der Annasäule eine große Abschlusskundgebung vorgesehen.

In der Universitätsklinik Graz sollen morgen aus Protest gegen das geplante Universitätsgesetz zwischen 8 und 14 Uhr die Lehrveranstaltungen und Praktika ausgesetzt werden. Prüfungstermine werden jedoch wahrgenommen, berichtet der Hochschulreferent der steirischen Ärztekammer, Univ.-Prof. Dr. Axel Haberlik. An verschiedenen Kliniken sei auch ein reduzierter Betrieb bei der Patientenbetreuung vorgesehen. Die Notfallversorgung sei von den Maßnahmen nicht betroffen.

Auch am Wiener AKH werden Ärzte gegen das geplante Reformvorhaben protestieren. Zwischen 12 und 13 Uhr wird in der Eingangshalle des AKH eine breit angelegte Informationsveranstaltung stattfinden. Als Redner treten auf Prim. Dr. Walter Dorner, Präsident der Wiener Ärztekammer, Univ.-Prof. Dr. Arnold Pollak, Kuriensprecher Professoren und Professorinnen, a.o. Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant, Mittelbauvertreter und Hochschulreferent der Österreichischen Ärztekammer, Agnes Jäger, Österreichische Hochschülerschaft und Gerda Bernhard, Kuriensprecherin der Allgemeinen Universitätsbediensteten. Die Moderation übernimmt a.o. Univ.-Prof. Dr. Anton Luger, Kuriensprecher Mittelbau. Für die einstündige Dauer dieser Protestveranstaltung wird an der Universitätsklinik die Routineversorgung nur eingeschränkt möglich sein. Nach der Informationsveranstaltung ist für 13 Uhr eine Pressekonferenz im Kursraum 21, Hörsaalzentrum Ebene 8 vorgesehen.

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