OTS0266 5 II 0513 NPA003 Do, 21.Mär 2002
Parlament / Europaratsdekrete

DANK DES EUROPARATES FÜR ROSEMARIE ISOPP UND MANFRED JOCHUM Anerkennung für Engagement um die Europaidee im ORF-Hörfunk

Wien (PK) - Heute Nachmittag sprach der Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates Peter Schieder der ehemaligen Moderatorin der ORF-Hörfunksendung "Autofahrer unterwegs", Professor Rosemarie Isopp, und dem seinerzeitigen
Leiter des "ORF-Radiokollegs" und ORF-Hörfunkintendanten, Dr. Manfred Jochum, den Dank und die Anerkennung des Europarates für ihr persönliches Engagement um die Europaidee in den Bereichen Schule und Erwachsenenbildung aus. "Es waren nicht nur die großen Entscheidungen, die Gesetze und Erklärungen, die Europa zu dem haben werden lassen, was es heute ist, sondern auch die kleinen, aber unermüdlichen Schritte vieler Menschen, die sich zu Europa bekennen", sagte Präsident Schieder in seiner Ansprache für Rosemarie Isopp und Manfred Jochum.

Peter Schieder überreichte die Dekrete im Rahmen einer
Feierstunde im Parlament, zu der der Vorsitzende der Österreichischen Europaratsdelegation, Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger, prominente Gäste, unter ihnen SPÖ-Vorsitzender Dr. Alfred Gusenbauer, willkommen hieß. Spindelegger dankte Rosemarie Isopp und Manfred Jochum für ihr Engagement im Sinne des Europagedankens und der Menschenrechte und bat Regierungsrat
Anton Salesny, den "geheimen Motor der Europaidee und des
Schutzes der Menschenrechte in Österreich", die Laudatio zu sprechen.

Regierungsrat Anton Salesny erinnerte die Gäste zunächst an die Zeit der siebziger und achtziger Jahre, als Europa noch kein selbstverständliches Thema in der österreichischen Öffentlichkeit war und es daher von unschätzbarem Wert für die Idee der europäischen Einigung gewesen sei, dass Rosemarie Isopp als Moderatorin der Hörfunksendung "Autofahrer unterwegs" - einer ORF-Produktion mit der heute unvorstellbaren Zahl von 3 Millionen Hörern - dem Europagedanken in ihrer Sendung Raum gegeben habe. Rosemarie Isopp habe das "grüne E", das Europa-Kennzeichen, auf Österreichs Straßen bekannt gemacht, die Europahymne mit der
Musik aus Beethovens "Neunter" in ihr Musikprogramm aufgenommen
und mit großem Erfolg an die österreichischen Bürgermeister appelliert, am Europatag, dem 5. Mai, in allen Gemeinden Europafahnen zu hissen, berichtete Regierungsrat Salesny und
dankte Rosemarie Isopp für ihren "wesentlichen Beitrag zur Verbreitung der Europaidee in Österreich".

Dann wandte sich Regierungsrat Salesny Dr. Manfred Jochum zu, den der Europarat für dessen Verdienste um die Europaidee im "Österreichischen Schulfunk" und im "Radiokolleg" auszeichnete. Anton Salesny erinnerte an Jochums Einsatz für die jährliche Hörfunk-Sendung zum Europatag und dankte dem ehemaligen Hörfunkintendanten des ORF als Lehrer und als Mann der Erwachsenenbildung persönlich auch dafür, Arbeitsunterlagen und Informationsmaterialien zu Europa-Sendungen auf Wunsch jedem ORF-Hörer zur Verfügung gestellt zu haben, er habe damit einen unschätzbaren Beitrag zur Erwachsenenbildung und zur Verbreitung des Europagedankens in unserem Land geleistet.

In seinen Dankesworten sagte Intendant Manfred Jochum, Rosemarie Isopp und er würden für etwas gelobt, was eigentlich nichts Herausragendes, sondern nur gute und vernünftige Erfüllung einer journalistischen Pflicht sei - zu informieren und zu bilden, sei
es in einer erfolgreichen Massensendung für 3 Millionen Hörer,
wie es "Autofahrer unterwegs" war, sei es in einem
Bildungsprogramm "ohne erhobenen Zeigefinger", wie dem Schulfunk oder dem Radiokolleg. "Wir freuen uns aber beide sehr über die Anerkennung und werden uns weiterhin gerne für die Europaidee einsetzen", schloss Manfred Jochum. (Schluss)

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