OTS0156 5 WI 0256 MWA003 CI Fr, 30.Nov 2001
Wirtschaft / Stromgebühr / Wien / Bartenstein ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Bartenstein: Wiener Stromgebühr gefährdet Wirtschaftsstandort Wien

Wirtschaftsminister appelliert an Energiestadtrat Rieder

Wien (BMWA/OTS) - Der durch die Verordnung des Landeshauptmannes
von Wien seit 1. November 2001 eingehobene Kraft-Wärme-Kopplungs-Zuschlag zum Wiener Stormpreis von 10,22 Groschen pro KW Stunde belastet die Konsumenten im Großraum Wien mit insgesamt 960 Mio. Schilling jährlich. Für die Unternehmen im Großraum Wien bedeutet es eine Mehrbelastung von rund 400 Mio. Schilling. Die Wiener Stromgebühr gefährdet damit den Wirtschaftsstandort Österreich. In einem Brief an Energiestadtrat Rieder fordert Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein im Interesse der Stromkonsumenten und des Wirtschaftsstandortes Großraum Wien, den ungerechtfertigt hohen Netzzuschlag auf eine vertretbares Niveau zu senken.****

Nach Berechnungen der E-Control ist die Fernwärmeversorgung in Wien bei einem Zuschlag in der Höhe von 3 bis maximal 6 Groschen für die Kraft-Wärme-Kopplung gesichert. In anderen Bundesländern ist der Zuschlag jedenfalls deutlich unter jenen von Wien: Vorarlberg 1,11g/kWh, Steiermark 2,98g/kWh, Kärnten 1,91 g/kWh.

Sogar der Wirtschaftssprecher der SPÖ Niederösterreich Wolfgang Motz meinte gestern in einer Aussendung, dass der "KWK-Zuschlag" eine unsoziale Belastung für alle Stromkunden von Wien Strom darstelle und dem Prinzip der Stromliberalisierung wiederspreche. Auch große Unternehmen kritisieren diese Mehrbelastung in mehrstelliger Millionenhöhe vehement und kündigen schon gerichtliche Schritte gegen diese Verordnung an.

Da diese Wiener-Verordnung den liberalen Strommarkt maßgeblich behindere und alle Stromkunden in ungerechtfertigter Weise belaste fordert Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein eine rasche Senkung der 10,22 Groschen auf ein vertretbares und gerechtfertigtes Niveau.

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