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"Kleine Zeitung" Kommentar: "Schlagkraft 2003" (von Carina Kerschbaumer)

Ausgabe vom 16.10.2001

Graz (OTS) - Nein, überrascht muss niemand sein. Zumindest keiner der Seniorenvertreter, die nun von "Pensionsraub" sprechen. Österreichs Pensionisten werden die Krot schlucken müssen. Und 2002 voraus sichtlich nicht einmal die Teuerungsrate von 2,9 Prozent abgegolten bekommen. Warum niemand überrascht sein muss? Weder Sozialminister noch Finanzminister haben eine Position für einen Wert ausgleich eingeplant. Für den Fall, dass die Inflation über der Nettopensionsanpassung liegt.

Nun liegt sie darüber. Weit. Vier Milliarden beträgt die Kluft. Vorgesehen ist nicht einmal ein Groschen.

Den pensionierten Hofrat wird das nicht sonderlich treffen. Am Nerv spüren wird es die Masse der Kleinpensionisten. Und sie werden es hinnehmen müssen. Womit sollen sie auch drohen? Bleibt die Drohung von SP-Pensionistenchef Karl Blecha, seine Senioren würden Neuwahlen fordern. Dagegen wäre ein Demonstrationsspaziergang in der Herbstsonne noch schlagkräftiger. Zumindest: Er wäre weniger lächerlich.

Schlagkraft bekommen die Pensionisten erst wieder im Wahljahr 2003. Der gelernte Österreicher weiß aber aus Erfahrung: 2003 wird wieder kräftig angepasst. ****

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