OTS0074 5 II 0292 NNV002 CI Mi, 28.Mär 2001
Politik / VPNÖ / Nationalrat / NÖ ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Mikl-Leitner: Landeslehrer bekommen neues flexibles Dienstrecht

60 bis 70 Junglehrer für Niederösterreich

St. Pölten (NÖI) - In der gestrigen Nationalratssitzung wurde ein neues Dienstrecht für die Landeslehrer beschlossen. Es wird damit das überaltete Pflichtstundenmodell, das nur an der reinen Unterrichtstätigkeit ansetzt, über Bord geworfen. "Das neue Gesetz nimmt auf die immer wichtiger werdenden Aufgaben außerhalb der Schulstunden Rücksicht", stellt LGF Abg. z .Nr Mag. Johanna Mikl-Leiner fest. ****

"Lehrersein ist in der öffentlichen Meinung ein Halbtagsjob, der voll bezahlt wird. Unsere Lehrer haben aber vielfältige Aufgaben außerhalb der Unterrichtszeit, die von der Bevölkerung nicht wahrgenommen werden. Dass diese öffentliche Meinung nicht zur Motivation der Lehrer beiträgt, ist eine logische Konsequenz" erläutert die Nationalratsabgeordnete. Besonders wichtig am neuen Dienstrecht ist, dass es gemeinsam mit der Gewerkschaft und Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer sozialpartnerschaftlich ausverhandelt wurde.

Neu ist, dass die Aufgaben der Lehrer in drei Tätigkeitsbereiche gesplittet werden. Diese Bereiche sind erstens der Unterricht, zweitens die Vor- und Nachbereitung inkl. Korrekturarbeiten und drittens Tätigkeiten in der Organisation, Innovation und Koordination. Für jeden Lehrer kann individuell in einem vorgegebenen Rahmen die Aufteilung auf diese Bereiche erfolgen. Diese Lösungen direkt vor Ort erweitern die Autonomie der einzelnen Schulen. Darüber hinaus wird durch das neue Dienstrecht der Teilzeitlehrer der bisher im Verhältnis zur vollen Lehrkraft benachteiligt war, aufgewertet. Das ist ein Erfolg besonders für Frauen, die nach ihrer Babypause wieder in ihren Beruf einsteigen wollen, so Mikl-Leitner.

Trotz notwendiger Sparmaßnahmen werden in Niederösterreich 60 bis 70 Junglehrer aufgenommen werden. "Die Qualität der Ausbildung ist nicht durch die Anzahl der Schüler pro Klasse beeinträchtigt, sondern durch mangelnde Motivation der Lehrer. Dem trägt das neue Dienstrecht für unsere Landeslehrer, das einen Quantensprung in diese Richtung darstellt, Rechnung." stellt Mikl-Leitner klar.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Presse
Tel.: 02742/9020 DW 140

VP Niederösterreich

OTS0074 2001-03-28/10:03