OTS0160 5 II 0285 DSW003 CI Mo, 19.Mär 2001
SPÖ Wien / Pittermann / Abulanzgebühren ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Pittermann zu Ambulanzgebühren: "Diese Suppe kostet mehr als das Fleisch!"

Unsolidarisch, chaotisch, teuer - die Ambulanzgebühr muss weg

Wien (SPW) "Die neue Ambulanzgebühr ist unsolidarisch, denn es werden nur Kranke belastet, während die Dienstgeber aus der Pflicht genommen werden. Abgesehen davon ist der Aufwand für das Spitalspersonal sehr hoch - die Ärzte und das Pflegepersonal können sich nicht mehr um ihre eigentliche Aufgabe kümmern, nämlich so viel Zeit wie möglich den Patienten zu widmen. Stattdessen müssen sie noch mehr Daten verwalten, was sehr viel Zeit kostet. Unter dem Strich bleibt durch die Ambulanzgebühr weniger Zeit für eine teurere Behandlung", erklärte SPÖ-Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann am Montag anläßlich der Eröffnung neuer Ambulanzen im Hanusch-Krankenhaus. "Diese Suppe kostet mehr als das Fleisch. Die patientenfeindliche Ambulanzgebühr muß abgeschafft werden!", vertritt die Wiener Gesundheitsstadträtin Patienteninteressen.****

"Im Moment stehen wir vor der Situation, dass Kranke sekkiert werden und zu spät zum Arzt kommen. Darüber hinaus verursacht die Verlagerung der Patientenströme in den niedergelassenen Bereich dort höhere Kosten", stellte Pittermann klar. Außerdem würden Ambulanzen häufig von Kindern aufgesucht, die eine Spezialbehandlung wie eine Krebstherapie oder Psychotherapie brauchen, was von den niedergelassenen Ärzten nicht in diesem Umfang geleistet werden könne. "Die derzeitige Bundesregierung soll den Eltern erklären, dass sie für die lebensnotwendige Behandlung ihrer Kinder nun zahlen müssen", so Pittermann.

Das Chaos um die Einführung der Ambulanzgebühren - das Bundesgesetzblatt musste zum Beispiel zweimal ausgedruckt werden -sei nur ein Mosaiksteinchen des "großen Chaos Ambulanzgebühren". Der Patient solle auch in Zukunft selbstbestimmt bleiben und dort in ärztliche Behandlung gehen können, wo er sich am besten behandelt fühle. "Die Ambulanzgebühr muss wegen Erfolglosigkeit und Unsinnigkeit sofort wieder abgeschafft werden", forderte Pittermann abschließend. (Schluss)fk

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