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Hörfunkintendant Jochum präsentierte Ö1-Projekt "Nebenan. Erkundungen in Österreichs Nachbarschaft" BILD

Wien (OTS) - Am Montag, den 15. Jänner wurde im RadioCafe das Österreich 1-Projekt "Nebenan. Erkundungen in Österreichs Nachbarschaft" vorgestellt. Hörfunkintendant Manfred Jochum und "Europa-Journal"-Leiter Franz Kössler präsentierten den Ö1-Schwerpunkt in Anwesenheit des tschechischen Botschafters Jiri Grusa, der polnischen Botschafterin Irena Lipowicz und des ORF-Generalintendanten Gerhard Weis.****

Anlässlich der bevorstehenden EU-Erweiterung will Österreich 1 im Sinne des öffentlich-rechtlichen Informationsauftrages des ORF im Jahr 2001 einen Beitrag zum besseren gegenseitigen Verständnis leisten und startet daher das Projekt "Nebenan. Erkundungen in Österreichs Nachbarschaft". Jeweils eine Woche lang werden die Staaten Tschechien, Ungarn, Slowenien, die Slowakei und Polen im Mittelpunkt des Ö1-Programmes stehen. Dabei soll nicht die
aktuelle politische Berichterstattung in den Vordergrund gerückt, sondern der Versuch unternommen werden, in einer Vielzahl von Sendungen ein möglichst vollständiges Bild des jeweiligen Landes zu zeichnen. Den Anfang macht eine Tschechienwoche von 22. bis 28. Jänner, gefolgt von Ungarn von 19. bis 23. März und Slowenien von 18. bis 24. Juni 2001. Die Slowakei steht im September, Polen im November auf dem Programm von Österreich 1.

"Den Menschen Information und Hintergrundwissen zu vermitteln, ist ein wesentliches Element des öffentlich-rechtlichen Auftrags des ORF. Ich bin überzeugt, dass das Radioprogramm Österreich 1 mit diesem Programmschwerpunkt aufs Neue unterstreicht, wie
präsent die öffentlich-rechtlichen Inhalte in den ORF-Radios sind. Ich persönlich glaube aber auch, dass mehr Wissen Angst und Vorurteile nehmen kann und dass es uns vielleicht bis zu einem gewissen Grad gelingen kann, mit diesem Projekt - gerade
angesichts der EU-Erweiterung - einen Beitrag zum besseren gegenseitigen Verständnis zu leisten", so Hörfunkintendant Manfred Jochum.

Es mag eine aufklärerische Illusion sein zu glauben, dass die Kenntnis voneinander dazu führen müsse, füreinander Anerkennung, wenn nicht gar Sympathie zu empfinden. Zu viele Kriege hat es in letzter Zeit zwischen miteinander vertrauten Nachbarn gegeben, als dass Zweifel an dieser These nicht gerechtfertigt wären. Aber der Umkehrschluss, dass wir uns gar nicht erst bemühen müssten, einander kennen zu lernen, um einander zu respektieren und zu schätzen und in einer Gemeinschaft zu leben, ist noch viel weniger überzeugend. Zumal die Absicht der Europäischen Union, neue Staaten in die Gemeinschaft aufzunehmen und der Gemeinschaft eine eigene, eine gesamteuropäische Identität zu geben, die Kenntnis und Aufarbeitung der gegenseitigen Geschichte und die Vertrautheit mit der Gegenwart voraussetzt. Der tschechische Botschafter Jiri Grusa unterstreicht dies mit seiner Aussage: "In den Zeiten der EU wird der Osten nicht erweitert, vielmehr wird der Westen verlängert."

Die Präsentation des Ö1-Schwerpunktes fand am Montag, den 15. Jänner im RadioCafe in Anwesenheit der Botschafterinnen und Botschafter bzw. ihrer Vertreter von Tschechien, der Slowakei, von Polen und Ungarn statt, musikalisch untermalt wurde der Abend von der tschechischen Gruppe "Die Böhmerwälder Dudelsackmusik". Österreich 1 hat sich entschlossen, den österreichischen Nachbarstaaten in Ost-Mitteleuropa im laufenden Jahr einen inhaltlich anspruchsvollen Programmschwerpunkt zu bieten. Wichtig ist den Programmmachern dabei, den Blick von der tagespolitischen Diskussion zu abstrahieren und Informationen jenseits von Wachstumsraten und Lohngefällen, von Migrationsbereitschaft und Stimmgewichtung zu führen. Wissenschaft und Bildung, Geschichte
und Kultur sollen ebenso im Mittelpunkt stehen wie Literatur und Musik, Religion und gesellschaftliche Themen. Auch das ORF-Fernsehen gestaltet einen Schwerpunkt zu diesem Thema und startet
im September eine sechsteilige Reihe mit dem Titel "Unser neues Europa". Die Serie besteht aus einem einleitenden Teil, der einen Überblick über die Beitrittskandidaten, deren politische Situation, das Verhältnis zur EU und zum Europäischen Parlament gibt. In den folgenden Teilen werden die Länder Polen, Tschechien, Ungarn, Slowakei und Slowenien ins Bild gesetzt.

Der Ö1-Tschechienschwerpunkt im Detail: Die Woche beginnt am
22. 1. mit einem "Radiokolleg" über die vier Regionen des Landes. Ö1 bringt tschechische Literatur in den "Radiogeschichten", Dokumentationen über die früheren "Untergrundpriester", über "Architekturikonen in Prag und Brünn", über "Politik und Wirtschaft" und "Hörbilder" über Karlsbad. Zu Gast in "Von Tag zu Tag" am 23. 1. ist Botschafter Jiri Grusa, am 24. 1. der Schriftsteller und Architekturkritiker Jan Tabor, und am 25.1. ist bei Peter Huemer der Historiker Miroslav Kunstat "Im Gespräch".
Die Ö1-Musikabteilung bringt am 23. 1. ein "Historisches Opernkonzert" mit Maria Jeritza und Leo Slezak und "Spielräume"
mit Musik aus Mähren. Am 24. 1. präsentiert Christian Scheib in "Zeit-Ton" das Prager Agon Ensemble, am 25. 1. wird der Komponist Martin Smolka von Reinhard Kager porträtiert. Am 25. 1. zeigt das Skampa-Quartett im "Konzert am Vormittag" tschechische Streichquartett-Tradition mit Werken von Franz Xaver Richter,
Ludwig van Beethoven, Bedrich Smetana und Leos Janacek. Und schließlich kommt auch der "Klassik-Treffpunkt" - Präsentator:
Otto Brusatti - am 27. 1. live aus Prag. Eine detaillierte Übersicht des Tschechien-Schwerpunkts bietet der Programmfolder, der über das Ö1-Service, Tel. (01) 50170-371, E-Mail:
oe1.service@orf.at kostenlos zu beziehen ist. Das Programm ist
auch im Internet unter http://oe1.orf.at abrufbar.(ih)

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