OTS0219 5 WI 0398 PWK004 Mo, 04.Dez 2000
Wirtschaft / Politik / Forschung ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Leitl: Bessere Koordination von Wirtschaftsforschungsinstituten

Arbeit von WIFO, IHS und WIIW wird evaluiert - WIFO-Präsident Leitl will noch höhere Qualität der Politikberatung

Wien(PWK1052) "Die rund 45 Wissenschafter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) leisten unter der Leitung von Professor Kramer hervorragende Arbeit bei der Analyse langfristiger Entwicklungen und ihrer Auswirkungen für die österreichische Wirtschaft. Das Expertenwissen des WIFO ist für die Träger dieser Institution, also die Regierung, die Länder, die Sozialpartner und die Notenbank, um nur einige zu nennen, gerade in innenpolitisch turbulenten Zeiten unverzichtbar", erklärte WIFO-Präsident Christoph Leitl anlässlich der WIFO-Vorstandssitzung am 4. Dezember.

In Zeiten der knappen öffentlichen Kassen sei es aber auch im Wissenschaftsbereich unerlässlich, die Schlagkraft bestmöglich zu erhöhen, Synergien auszunutzen und eventuelle Doppelgleisigkeiten zu beseitigen. Leitl: "Die Wirtschaftskammer Österreich unterstützt grundsätzlich, dass die Tätigkeit der drei außeruniversitären Wirtschaftsforschungsinstitute WIFO, Institut für Höhere Studien (IHS) und Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) durch externe Spezialisten im Frühjahr 2001 evaluiert wird. Ziel ist neben der regelmäßigen organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Optimierung die Ausschöpfung der möglichen Koordinierungseffekte in den Arbeitsprogrammen dieser drei Institute sowie eine maximale Effizienz beim Mitteleinsatz der Träger und Mitglieder."

So könnten etwa Themenbereiche, die derzeit von allen drei Instituten nicht ganz optimal bearbeitet werden, wie etwa Gesundheitsökonomie, Bildungsökonomie, Infrastruktur- oder Steuerpolitik bzw. Fragen der Alterung der Bevölkerung, stärker bei einer der drei Forschungseinrichtungen konzentriert werden. Leitl: "Bei ungefähr gleichem Geldeinsatz könnte auf diesem Weg bei vielen wichtigen Zukunftsthemen eine bessere wissenschaftliche Kompetenz aufgebaut und so die Qualität der Politikberatung verbessert werden. Als erster Schritt erscheint es daher sinnvoll, eine gemeinsame Vertretung der wichtigsten Träger in allen drei Instituten anzustreben, um die Themenschwerpunkte besser abzugleichen."

Für den Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich ist aber klar, dass bei allen Reformüberlegungen die Unabhängigkeit der Institute natürlich gewährleistet bleiben muss: "Das ist ein unverzichtbares Kapital für objektive wirtschaftspolitische Problemlösungen."

Leitl: "Die Reform der Wirtschaftskammer-Organisation ist für die Verbesserung der Arbeit der drei Forschungsinstitute sicher beispielgebend. Hier wie dort geht es darum, Gelder der Mitglieder effizienter einzusetzen, Mehrfachgleisigkeiten zu beseitigen, die Kooperation zu intensivieren und so die Leistung für den Wirtschaftsstandort Österreich insgesamt zu verbessern."

Das Budget des WIFO steigt im kommenden Jahr von derzeit 127 auf rund 132 Millionen Schilling und wird von den Trägern und rund 500 Mitgliedern (Unternehmen, Verbände etc.) als auch durch Gutachtenerlöse und dem Verkauf von Publikationen aufgebracht. (RH)

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