OTS0200 5 II 0349 NSN006 Mo, 04.Dez 2000
Politik / Niederösterreich / SJ-NÖ ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Kollross: "VP NÖ skandalisiert um von Fakten abzulenken!"

Der Verbandsvorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich und Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend NÖ, Andreas Kollross, nimmt zu den unqualifizierten Vorwürfen von VP NÖ Geschäftsführerin Mikl-Leitner in der jüngsten Ausgabe der NÖN Stellung.

"Frau Mikl-Leitner soll sich ihre Hysterie sparen und sich lieber rasch
glaubwürdige Fakten zu Gemüte führen. Ihre Behauptungen, wonach Cannabis eine Einstiegsdroge ist, sind fachlich und wissenschaftlich falsch. Jüngster Beleg der dieses Lügenmärchen entkräftet ist der "Drogenbericht 2000" herausgegeben vom ÖBIG. In diesem wird eindeutig belegt, dass die Anzahl der Cannabis-Konsumenten steigt, die
Anzahl Abhängiger von sogenannten harten Drogen hingegen bei etwa 2 Prozent seit Jahren konstant bleibt".

"Einmal mehr will die ÖVP mit Hilfe von künstlich herbeigeführter Skandalisierung von Fakten ablenken. Fakt ist, dass die Drogenpolitik von
FPÖVP, die letztendlich darauf hinausläuft das Prinzip "Therapie statt
Strafe" zurückzudrängen, von Experten massiv kritisiert wird. Fakt ist,
dass man Sucht nicht mit Hilfe von Paragraphen bekämpfen kann", betont
Kollross.

Die Bevölkerung kann ganz genau einschätzen woher die Motivation für diese unsachlichen Rundumschläge der ÖVP kommt. Das peinliche Geplänkel rund um die Einführung der 0,5 Promillebegrenzung hat ja das
wahre Gesicht der ÖVP eindrucksvoll gezeigt.

"Besonders lächerlich sind die wüsten Aufforderungen an die SPÖ NÖ die Positionierung der SJ NÖ zu beeinflussen. Frau Mikl-Leitner, ob es
ihnen nun passt oder nicht, unsere Positionen werden von den Jugendlichen und nicht von den SPÖ NÖ-Parteigranden festgelegt. Offensichtlich lässt Frau Mikl-Leitner hier ihren Neid durchblicken. Das es
in der ÖVP NÖ keine selbstbestimmte politische Jugendarbeit gibt, beweist ja Herr Erber und seine JVP NÖ mit jeder öffentlichen Stellungnahme," so Kollross wörtlich.

"Wir lassen uns von der ÖVP nicht den Mund verbieten. Die Konzeption der Drogenpolitik, deren Anhänger die ÖVP ist, ist überall dort wo sie
umgesetzt wurde gescheitert. Obwohl diesen Leuten das bekannt ist, halten sie an dieser gestrigen Konzeption fest. Auf der Strecke bleiben die
Betroffenen. "Frau Mikl-Leitner, hinter jeder Ziffer in der Drogenstatistik
verbirgt sich eine menschliche Tragödie. Die ÖVP will diese Leute auch
noch bestrafen, anstatt qualifiziert zu helfen," so Kollross abschließend.

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