OTS0187 5 WI 0366 PWK002 Mo, 04.Dez 2000
Wirtschaft / Politik / WKÖ / Telekom ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Telekom-Branche mit zukunftsweisendem Kollektivvertrag

Neues Qualifikationsmodell schafft zusätzliche Leistungsanreize - Recht auf Weiterbildung von einer Woche pro Jahr verankert

Wien (PWK1050) - Mit 1. Jänner 2001 tritt für mehr als 5.000 Arbeitnehmer der Telekom-Unternehmen (mit Ausnahme der Telekom-Austria-Gruppe) ein neuer Kollektivvertrag in Kraft. Dieser ersetzt das herkömmliche Mindestgrundgehaltssystem durch ein leistungsgerechtes Qualifikationssystem. Zur Absicherung des hohen Ausbildungsstandards wird außerdem das Recht auf Fortbildung im Ausmaß von mindestens einer Arbeitswoche pro Jahr verankert.

"Dieser moderne und zukunftsweisende Kollektivvertrag ist ein Beweis für das Funktionieren der Sozialpartnerschaft in der New Economy und in einem geänderten politischen Umfeld. Die kompetente Regelung des Faktors Bildung hat auch für andere Branchen Vorbildswirkung. Schließlich ist der neue KV auch gewerkschaftsintern ein wichtiges Signal: dass es sinnvoll ist, sektorenübergreifend zu handeln", stellte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter, Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz von Wirtschaftskammer Österreich, GPA und GPF fest.

Standen in den vergangenen Jahren die Flexibilisierung der Arbeitszeit und die Ermöglichung von Telearbeit im Vordergrund, so gelang diesmal ein großer Wurf im Gehaltsrecht, unterstrich Mag. Erich Cibulka, Personaldirektor bei max.mobil und als stellvertretender Fachverbandsvorsteher auch Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite.

Das neue Modell ersetzt die in Österreich üblichen Biennalsprünge bzw. Vorrückungen durch Eingliederung der Beschäftigten in drei Qualifikationsstufen. Damit wird der Automatismus unterbrochen, dass ältere Arbeitnehmer bei gleichbleibender Arbeitsleistung für die Unternehmer stetig teurer werden (Senioritätsprinzip). "Das Einkommen zu Beginn des Arbeitslebens steigt, gleichzeitig wird die Lebenseinkommenskurve abgeflacht, hob der stellvertretende Zentralsekretär der GPF, Gottfried Sommer, hervor. Dank einer projektbegleitenden Studie wurden die Änderungen durch den neuen KV auf 15 Jahre im voraus berechnet. "Damit haben beide Seiten Verhandlungssicherheit gewonnen. Auch konnte sichergestellt werden, dass die Umstellung auf die neuen Gehaltstabellen in Summe kostenneutral erfolgen wird", berichtete der Geschäftsführer des Fachverbandes der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmen in der WKÖ, Dr. Josef Moser, von den fast zwei Jahre währenden intensiven Detailverhandlungen.

"Lebenslanges Lernen" sei kein Lippenbekenntnis, sondern werde konkret in die Praxis umgesetzt, hob Johannes Hofmeister, Betriebsratsvorsitzender von max.mobil und GPA-Bundesfachgruppenvorsitzender Telekom, hervor. Damit werde den hohen Standards in dieser Branche Rechnung getragen. Die Telekom-Branche investiere dreimal mehr in die Ausbildung als andere Wirtschaftszweige. (hp)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

FV Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen
Dr. Josef Moser
Tel.: (01) 50105-3170
e-mail: telekom@wko.at

Wirtschaftskammer Österreich

OTS0187 2000-12-04/12:41