OTS0067 5 CA 0346 EUN003 AI Mo, 20.Nov 2000
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Frischeschub in der Parfümbrache: 80 Prozent der Duftinhaltsstoffe sind heute synthetisch

Hamburg (ots) - 92 Prozent der Frauen benutzen einen Duft, davon
ist ein Drittel bereit, für ein gutes Parfüm auch mehr zu bezahlen -"weil sie es sich wert sind". Das geht aus einem Bericht der Frauenzeitschrift "petra" (Dezember-Ausgabe) hervor.

1,5 Milliarden Mark wurden demnach 1999 in Deutschland für Damenparfüms ausgegeben - Absahner seien vor allem die hochpreisigen, kleinen Flakons mit 30 Milliliter Inhalt gewesen.

Edeldüfte erfüllen den Wunsch nach hochaktuellem Glamour. Aber:
"Die Menschen denken und handeln ökologischer, sie meditieren und üben sich in Yoga, sie essen, trinken und rauchen "light"- also sind auch die neuen Düfte leicht", erklärt Maurice Roucel, Kreativ-Direktor des deutschen Riechstoffherstellers Dragoco den Frischeschub in der Parfümbranche.

Die Parfümeure befänden sich aber permanent im Wettkampf. Das oberste Gebot besage: Ein Duft darf nicht langweilig sein, sonst geht er in der Masse unter und sein Kreateur mit ihm. Der Dauerauftrag laute daher, den ultimativen Kick zu finden. Es gebe Tausende von Ingredienzien, rund 3500 davon habe ein guter Parfümeur in seinem Kopf gespeichert. Laufend kämen neue Komponenten dazu, die Suche danach ließen sich Firmen Unsummen kosten. Givaudan Roure, Nummer zwei in der Rangliste der größten Riechstoffhersteller, habe dafür im vergangenen Jahr 92,4 Millionen Mark ausgegeben. Das Unternehmen beschäftige permanent ein Team von 30 Wissenschaftlern, das sich ausschließlich mit der Entwicklung von Duftkomponenten befasse.

Etwa 50 Millionen Dollar koste es, einen neuen Duft weltweit einzuführen. Einen Flop könne sich keiner leisten, Parfümbrauerei sei daher heute vor allem eine Rechenaufgabe. Als Faustregel gelte: Mehr als zehn Mark sollten die Rohstoffkosten für ein Fläschchen Duft nicht betragen. Abgesehen vom Preis seien synthetische Komponenten auch aus anderen Gründen viel besser als ihr Ruf. Der Duft halte länger, die Qualität sei beständig und brächte raffinierte olfaktorische Innovationen, ohne die Natur auszubeuten. So stammten 80 Prozent der Duft-Inhaltsstoffe heute bereits aus der Retorte.

Diese Meldung ist unter Quellenangabe "petra" zur Veröffentlichung frei.

ots Originaltext: Petra
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