OTS0010 5 II 0240 FMT001 So, 05.Nov 2000
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Kindberger Autobombe: FORMAT fand Geschäftspartnerin des Opfers

Slowakin dementiert Verwicklung in den Anschlag und spricht von "enttäuschten Gefühlen"

Wien (OTS) - Nach dem Autobomben-Attentat von Kindberg, bei dem am Montag der Vorwoche der 62-jährige Geschäftsmann Adolf F. getötet wurde, konzentrieren sich die Ermittlungen der steirischen Kriminalisten auf eine 24-jährige Slowakin. Laut Angaben der Exekutive habe die ehemalige Geschäftspartnerin des Mordopfers bislang weder ausgeforscht noch befragt werden können. FORMAT fand Andrea S. jedoch in ihrem Versteck in der Südslowakei.

Wie das Nachrichtenmagazin in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, weist die Verdächtige, die Adolf F. als Handlangerin der Ostmafia bei Autoexporten um mindestens drei Millionen betrogen haben soll, jede Verwicklung in den tödlichen Anschlag von sich. Sie behauptet gegenüber FORMAT: "Mit dem Adolf habe ich überhaupt nie zusammengearbeitet. Nur mit dessen Sohn Martin habe sie gelegentlich Autogeschäfte abgewickelt.

Der sei es auch gewesen, der sie einen Tag nach dem Anschlag telefonisch über die Ereignisse in Kindberg informiert habe.

Weshalb sie Adolf F. im letzten September wegen Betrugsverdachts bei der slowakischen Polizei angezeigt habe, ist für die mysteriöse Blondine "ein völliges Rätsel". Ihr Verdacht: "Vielleicht waren es enttäuschte Gefühle? Nicht jene des Vaters, sondern jene des Sohnes." Der habe stets mehr von ihr gewollt, als sie ihm zu geben bereit gewesen wäre. Mehr könne sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sagen. "Ich kann nicht sprechen, es ist noch zu gefährlich."

Rückfragen: David Pesendorfer
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(Schluss)

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OTS0010 2000-11-05/08:00