OTS0180 5 CI 0257 NVL004 Di, 29.Aug 2000
Umwelt / Abfall / Gorbach / Vorarlberg ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Pet-Flaschen: "Mehrwegsystem hat Priorität!"

Entscheidend für ein System ist die Öko-Bilanz

Bregenz (VLK)- In der Diskussion um die Pet-Flaschen
spricht sich der Abfallwirtschaftsreferent der Voralberger Landesregierung Landesstatthalter Hubert Gorbach klar dafür
aus, dass dem Mehrwegsystem auf jeden Fall vor dem
Einwegsystem Priorität eingeräumt werden soll. Gorbach: "Für
eine positive Öko-Bilanz ist das Material nicht so
entscheidend, sondern das System." ****

Gorbach hofft, dass der Konsument den Produkten aus der
Region den Vorzug gibt, denn durch kürzere Transportwege
würde die Umwelt geschont und die regionale Wirtschaft
gefördert werden. Gorbach räumt ein, dass die Pet-Flasche
durchaus gewisse Vorteile hat, speziell im Freizeitbereich,
da sie leicht und wieder verschließbar ist. Gorbach hält in diesem Zusammenhang ausdrücklich fest, dass einerseits Pet
als Material der Alu- oder Weißblechdose jedenfalls
vorzuziehen ist und andererseits Pet aber nur als
Mehrwegflasche akzeptiert werden kann.

In einem Brief an Umweltminister Molterer forderte deshalb
auch Landesstatthalter Gorbach, dass die bisherigen
Sammelquoten belassen bzw. erhöht werden müssen. Gorbach
möchte verhindern, dass ein System, "welches ohnehin die ürsprünglichen Zielsetzungen nicht erreicht und längst an
seine Grenzen gestossen ist - nämlich die Sammlung und
Verwertung von Kunststoffverpackungen - die Entsorgungskosten
durch zusätzliche Abfallmengen im Restmüll verteuert."

Fest steht, so Gorbach, "dass ein Einwegsystem aus abfallwirschaftlicher und umweltrelevanter Sicht auf keinen
Fall einen Vorteil gegenüber den Mehrweggebinden haben kann.
In einem solchen Fall müssten vom Umweltminister
Mehrwegquoten, Pfandsysteme oder eine Art Umweltabgabe
verbindlich festgelegt werden."
(so/ug,nvl)

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