OTS0158 5 II 0220 FMB003 Fr, 21.Jul 2000
Grüne / Bildung / Familienbeihilfe ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

GRAS: SPARPANIK FÜHRT BILDUNGSPOLITIK INS CHAOS Grüne: Das Panikmanagement der Regierung und ihrer 'Experten' führt die Bildungspolitik endgültig ins Chaos

Die Sprecherin der Grünen und Alternativen StudenInnen (GRAS), Doris Müller, bezeichnete die Sparpläne der Regierung heute als "Panikmanagement, das die Bildungspolitik endgültig ins Chaos führt". Der Vorschlag von Minister Bartenstein, 6 Milliarden zu sparen, indem 80.000 Studierenden die Familienbeihilfe in der Höhe von etwa 2.000 Schilling monatlich gestrichen werde, zeige, daß man in der Regierung offenbar nicht einmal die Multiplikation beherrsche. Denn damit erreiche man laut Müller lediglich ein Volumen von etwa 2 Milliarden, die angekündigten Erhöhungen der Stipendien nicht mit eingerechnet.

Müller verwies darauf, daß laut Hochschulbericht des Ministeriums ohnehin weniger als die Hälfte der Studierenden Sozialleistungen beziehen. Eine derartige Maßnahme würde nur dazu führen, daß die Studierenden noch früher als bisher gezwungen wären, arbeiten zu gehen, und die Studienzeiten deutlich verlängern. Das Ansteigen der Drop-out-Quote würde die ohnehin niedrige AkademikerInnenquote drastisch senken und zehntausenden Jugendlichen die Chance auf eine höhere Ausbildung verwehren.
Damit sei die Bildungspolitik der Regierung endgültig gescheitert, so Müller.

Sie rechne auch damit, daß die HochschülerInnenschaft geschlossen wie noch nie gegen diese Maßnahmen protestieren werde. "Dagegen war der Streik von 1996 ein Mailüfterl", so GRAS-Sprecherin Müller, und kündigte einen "heißen Herbst" an.

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