OTS0136 5 II 0308 NSN004 CI Fr, 21.Jul 2000
Politik / Soziales / Niederösterreich ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Boden: Keine Abschaffung der Familienbeihilfe für Familien von Studierenden

Streichung würde Übergang in klassische "Zwei-Klassen-Bildungsgesellschaft" bedeuten

St. Pölten, (SPI) - "Das Vorhaben der Bundesregierung, die Familienbeihilfe für die Eltern von Studierenden zu streichen, ist strikt abzulehnen. Die blauschwarze Belastungsmaschinerie schreckt offenbar vor nichts mehr zurück. Diese Maßnahme würde den klassischen Eintritt in eine ‚Zwei-Klassen-Bildungsgesellschaft‘ bedeuten und den freien Zugang zur Ausbildung, wie wir ihn in Österreich über Jahrzehnte schätzen gelernt haben, untergraben", kommentiert der Niederösterreichische SP-Bundesrat Karl Boden das Vorhaben der Bundesregierung.****

Von einer Streichung wären rund 80.000 Studierende betroffen. Die Familienbeihilfe ist ein wesentlicher Bestandteil der Studienfinanzierung für die Familien. Jeder weis, dass die Eltern von Studierenden große Belastungen auf sich nehmen, damit ihre Kinder diese Ausbildung genießen können. Bei einem Wegfall der Familienbeihilfe würden sich viele ihr Studium nicht mehr leisten können, Bildung würde zu einer Frage des ‚elterlichen Einkommens‘ verkommen. "Aber offensichtlich planen Freiheitliche und Volkspartei eine derartige ‚elitäre Bildungsgesellschaft‘, wo nur mehr wenige das Glück und vor allem das Geld haben, sich ihr Studium auch leisten zu können", so BR Boden.

"Auf Ebene des Bundesrates werde ich mich jedenfalls massiv gegen dieses Vorhaben aussprechen. Als Waldviertler Mandatar weis ich, dass die Kosten für die Studierenden aus meinem Bezirk schon allein durch die Anreise zu den Universitäten in Wien enorm sind. Dafür muss in einem hohen Ausmaß die Familienbeihilfe herhalten, auch so manches Zimmer in einem Studentenheim in Wien wäre für unsere Studierenden ohne die Familienbeihilfe nicht mehr finanzierbar. Nach den ebenso bereits kolportierten Überlegungen der blauschwarzen Bundesregierung über die Einführung von Studiengebühren, wäre die Streichung der Familienhilfe der zweite Schlag gegen die Studenten und ihre Familien, der sich nahtlos in die Belastungswelle der blauschwarzen Umverteiler einfügt. Ausbildung wäre damit von Reichtum und Vermögen abhängig, was strikt abzulehnen ist", so Bundesrat Karl Boden abschließend.
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