OTS0120 5 CI 0970 NRK010 Fr, 21.Jul 2000
Verkehr / Ideenbörse / Svihalek ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Die Wiener Verkehrsideenbörse des Verkehrsstadtrates boomt

3000 Ideen hatten die Wienerinnen und Wiener bisher für die Verkehrsideenbörse

Wien, (OTS) Verkehrsstadtrat Fritz Svihalek hat am Freitag in einem Pressegespräch eine Zwischenbilanz der Verkehrsideenbörse gezogen. Die Verkehrsideenbörse - das Milleniumsprojekt des Wiener Verkehrsstadtrates - verzeichnete seit Projektstart im November
1999 mehr als 3000 Beiträge von den Wienerinnen und Wienern. Etwa die Hälfte davon sammelte die "Motion Girls" bei ihren zahlreichen Einsätzen in den Wiener Einkaufsstraßen und Freizeitgebieten.

Bisher hat es 100.000 Internetzugriffe gegeben

Ebenso erfolgreich steht die Homepage www.verkehrsideen.at/
im Dienste der Aktion. Mit bisher annähernd 100.000 Zugriffen stellt die Site immer noch die wichtigste Plattform der Verkehrsideenbörse dar. Hier wird neben diversen Serviceleistungen und laufender Berichterstattung über Realisierungen und Termine
vor allem die Möglichkeit geboten, die eingebrachten Ideen zu diskutieren.****

Experten fanden in zwei Jurysitzungen an vielen Ideen Gefallen

Von stichwortartigen Kurzbeiträgen bis zu ausgefeilten seitenlangen Konzepten mit Grafiken bieten die Teilnehmer an der Verkehrsideenbörse ein breites Spektrum. Einige Ideen konnten bisher bereits verwirklicht werden: So wurde unter anderem eine
neue Busverbindung zwischen Hadersdorf und Auhof implementiert,
eine zweite Rechtsabbiegespur auf der A4 eingerichtet, eine gefährliche Verkehrssituation auf der Floridsdorfer Brücke entschärft. Diese und andere Anliegen der Wiener, die ein bestimmtes lokales Umfeld betreffen, können relativ rasch
umgesetzt werden. Die Ideen "Schaffung eines Mobilitätsinformationssystems im Internet" und "Störungsmanagement der Wiener Linien" wurden zum wichtigsten Zukunftsanliegen im
Rahmen der Ideenbörse zusammengefasst: Ein Informationssystem, das allen Verkehrsteilnehmern jederzeit sämtliche
essenziellen und auch serviceorientierten Informationen und Möglichkeiten liefert. Speziell in diesem Bereich gab es in den letzten Wochen einige Realisierungen: Von der Vorankündigung der Züge auf der Linie U1, Klimaanlagen für U-Bahnen über die Wiener Stellplatzbörse "i-park" bis hin zur "Fahrgemeinschaftsplattform", die diese Woche installiert wurde.

WIENEDIG oder eine Glaskuppel für die Wien City als originelle Idee?

Natürlich sind auch der Kreativität der Wiener keine Grenzen gesetzt. Unter den Beiträgen waren auch einige ausgesprochen originelle Vorschläge zu finden, wie unter anderem die Einrichtung einer Magnetschwebebahn, eine Glaskuppel über der gesamten Innenstadt, Flugautos á la "5. Element" oder "Wien als Venedig".

Geplante Umsetzung der Idee 1: Mülltrennung in U-Bahn- Stationen

Mülltrennung im Haushalt ist für viele Wiener mittlerweile schon zur Routine geworden. Im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel ist eine getrennte Entsorgung der Abfälle derzeit noch nicht möglich. Speziell in U-Bahn-Stationen, wo der Platz für die Anbringung mehrerer Abfallcontainer gegeben ist, ließe sich diese umweltbewusste Lösung durchführen. Aus diesem Grund arbeitet Stadtrat Svihalek derzeit an einem Konzept der Umsetzung dieses Vorschlages. In einigen U-Bahn-Stationen wird die getrennte Müllentsorgung in den nächsten Wochen in Probebetrieb gehen:
Wird diese Lösung von den Wienern angenommen, soll sie
schrittweise in ganz Wien umgesetzt werden.

Geplante Umsetzung der Idee 2: Die neue Fahrgemeinschaftsbörsen-Plattform in Wien online

Ausgehend von einer Idee der Verkehrsideenbörse wird nun auf der Webseite der Stadt Wien (www.wien.gv.at/verkehr/auto/)ein weiteres Service geboten: Die Fahrgemeinschaftsbörse - ein Vorschlag, der von der regelmäßig tagenden Expertenjury nominiert und prämiert wurde. Grundgedanke hinter dieser Idee ist der Ansporn, einen Beitrag zur Reduktion des Gesamtverkehrsaufkommens
zu leisten. Viele Pendler legen täglich die gleiche Fahrtstrecke zurück, ohne von einander zu wissen. Genau an diesem Punkt soll
die Fahrgemeinschaftsbörse ansetzen: Sie bietet den Bürgern die Möglichkeit, sich zu Fahrgemeinschaften zusammenzufinden, um einerseits die Wirtschaftlichkeit des eigenen Transportmittels zu erhöhen und zum anderen einen Beitrag zur Schonung der Umwelt zu leisten. Rubriken, Organisationen und Bestrebungen, Fahrgemeinschaften zu bilden, gibt es viele. Hier mangelt es an einem übersichtlichen zentralen Informationsangebot über die entsprechenden Leistungen sowie der Möglichkeit der Kontaktnahme.

Die Verkehrsideenbörse bietet daher eine Linksammlung von bestehenden Mitfahrbörsen. Diese Linksammlung soll in Zukunft im Rahmen der Ideenbörse, d.h. gemeinsam mit den Wienerinnen und Wienern, ständig erweitert werden. Die Hinweise auf weitere Internet-Sites, die Mitfahrbörsen führen, werden überprüft und anschließend der Auflistung beigefügt.

Verkehrsideen in ausländischen Urlaubsorten sammeln

Wer eine Reise tut kann etwas erzählen - heißt es in einem Sprichwort. Das gilt auch für die Verkehrsideenbörse: Einige Wienerinnen und Wiener haben bereits in den letzen Wochen in der Verkehrideenbörse gute Ideen die sie in anderen Städten gesehen haben auch für Wien vorgeschlagen, eine Teilnehmerin regte einen konkreten Ideenaustausch an. Das hat Verkehrsstadtrat Fritz
Svihalek zum Anlass genommen alle einzuladen bei einem "internationalen Verkehrsideenaustausch" mitzumachen und gute
Ideen der Verkehrsideenbörse zu berichten. (Ideenaustausch (Idea-exchace) heißt auch die Kategorie in der Verkehrsideenbörse in der man seine guten Ideen in und aus aller Welt eintragen kann.)
Für dieses globale Verkehrsideensammeln gibt es auch eine
besondere Belohnung: Unter den Teilnehmer/innen, die bis inklusive September eine Idee mitteilen, werden insgesamt fünf Prämien in Form von eine Bonus-Park-Karte vergeben, gestiftet von APCOA Garagen, Wert 50 Gratis-Parkstunden, das entspricht ca. 2.200 Schilling).

Die "Motion Girls" sind bei den Wienern sehr beliebt

Dass die direkte Einbeziehung der Interessen und Anliegen der Bürger ein politischer Stil ist, der von den Wienern in hohem Maße honoriert wird, zeigt sich auch anhand der Offenheit und des Interesses, mit dem die Menschen den "Motion Girls" auf der Straße begegnen. Quer durch alle Alterschichten gehen die Wiener offen
auf die "Botschafterinnen des Verkehrsstadtrates" zu und sind begeistert, dass sie nach ihrer Meinung und ihren Anliegen gefragt werden. In der Zwischenzeit hat sich das "Motion Girl" bereits zu einer Art Kultfigur weiterentwickelt. Die Bekanntheit ist beträchtlich und auch Foto- und Autogrammwünsche hat es schon gegeben.

Motion Girls in Wiener Bädern unterwegs

Darüber hinaus sind diverse Schwerpunktaktionen geplant. Die Motion Girls werden vor allem in den Wiener Bädern unterwegs sein, um dort Verkehrsideen zu sammeln.

Hier einige Termine:
o 29. Juli von 13-18 Uhr: Laaerbergbad
o 5. August von 13-18 Uhr: Krapfenwaldlbad
o 12. August von 13-18 Uhr: Theresienbad
o 19. August von 13-18 Uhr: Schafbergbad
o 26. August von 13-18 Uhr: Gänsehäufel

Weiters werden die Motion Girls vor allem mit Pensionisten über Verkehrsideen plaudern. (Schluss) hl

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