OTS0037 5 WI 0321 PWK003 Fr, 21.Jul 2000
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Umwelttechnik-Industrie mit kräftigen Wachstumsraten

Steigende Bedeutung als Arbeitgeber (siehe auch Grafik Nr. 40/4 00) - Wichtigste Sparten: Abwasser- und Abfallentsorgung

Wien (PWK633) - Einen rasanten Aufschwung erlebt derzeit die Umwelttechnologie als Wirtschaftsfaktor in Österreich. Die Spezialisten im Bereich der Umwelttechnik und Umweltdienstleistung -international unter dem Begriff "Eco-Industries" (Öko-Industrien) zusammengefasst - erbrachten 1998 Leistungen von knapp 159 (1997:
142) Milliarden Schilling.

Allein im Kernbereich ("Umweltschutzmanagement") wurden 91,4 Milliarden (1997: 79,6 Milliarden) erzielt und 55.534 (1997: 53.736) Mitarbeiter beschäftigt, geht aus einer aktuellen Untersuchung der "Statistik Österreich" hervor. Im zweitwichtigsten Bereich ("umweltfreundliche Technologien und Produkte") wurden 55,3 (50,9) Milliarden umgesetzt und 18.319 (16.275) Arbeitskräfte beschäftigt. Auf den dritten Bereich, das "Ressourcen-Management", entfallen 12,2 (11,6) Milliarden Schilling und 11.495 (11.172) Beschäftigte.

Das Umweltschutzmanagement ("Umweltverschmutzungsmanagement"), der eigentliche Schwerpunkt der Öko-Industrien, gliedert sich in die Produktion von Gütern und Anlagen, in Dienstleistungen sowie Bauleistungen, die der Abwehr der Umweltverschmutzung dienen. Der überwiegende Teil (61 Prozent) entfällt auf das Unterkonto "Dienstleistungen" und wird von der kommunalen und privaten Abwasser-und Abfallentsorgung beherrscht.

Unter dem Begriff "umweltfreundliche Technologien und Produkte" werden Technologien und Materialien für umweltfreundliche Produktionsprozesse sowie die Produktion umweltfreundlicher Güter verstanden. Der dritte Sektor, das Ressourcen-Management, fasst alle Bemühungen um Ausnützung der zur Verfügung stehenden Ressourcen zusammen. Dieses Ressourcen-Management dient zwar nicht ausschließlich dem Endzweck Umweltschutz. Trotzdem geht die Studie davon aus, dass auch diese Bereiche (Anlagen für erneuerbare Energien, Energie- und Heizungswirtschaft, Recycling-Materialien, nachhaltige Forstwirtschaft sowie Wasserversorgung) sehr wohl den Umweltschutz unterstützen. Ganz allgemein lassen sich immer mehr wirtschaftliche Tätigkeiten finden, die zwar dem engen Umweltschutzbegriff nicht entsprechen, deren Relevanz für die Umwelt jedoch nicht zu leugnen ist.

Ähnliches gilt auch, so die Statistiker, für die Beschäftigtendaten. Da die Mitarbeiter meist nicht nur für Umweltschutztätigkeiten eingesetzt werden, wurden die Zahlen aufgrund internationaler Erfahrungswerte geschätzt. Diese Werte treffen zwar größenordnungsmäßig zu, haben naturgemäß jedoch eine gewisse Unschärfe im Detail. (hp)

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