OTS0163 5 II 0608 NRK010 Mi, 21.Jun 2000
Kommunales / Laska / Urania ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Laska: Spatenstich für Umbau der Urania

Wien, (OTS) Für den Umbau der Urania erfolgte Mittwoch vormittag der Spatenstich durch Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Grete Laska. Gemeinsam mit GR Dr. Michael
Ludwig und dem Architekten Dimitris Manikas wurde das behutsame Umbaukonzept in einem Pressegespräch direkt vor Ort im Foyer der Urania, 1., Uraniastraße 1 präsentiert. Auch während des Umbaues, der 180 Millionen Schilling kosten wird, bleibt die Urania Bildungsstandort und Kulturbetrieb.

Die "Wiener Urania" am Ufer des Donaukanals wurde um die Jahrhundertwende vom Architekten Max Fabiani, einem Schüler Otto Wagners erbaut. 1997 feierte das "Flaggschiff der Volksbildung"
sein 100-jähriges Bestehen.****

Doch die Jahre haben ihre Spuren hinterlassen.
Um den Wissenstempel bald wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, wird jetzt mit notwendigen Umbauarbeiten begonnen. Finanzielle Unterstützung für die baulichen Maßnahmen gibt es von der Stadt Wien. Den Startschuss für den Umbau bildet der heutige Spatenstich von Vizebürgermeisterin Laska.

"Als zuständiger Bildungsstadrätin ist es mir ein großes Anliegen, die berufliche Weiterbildung in Zeiten wie diesen zu fördern. Denn nur wer sich mehr Wissen erwirbt, kann auch immer
am Puls der Zeit sein. Die Stadt Wien unterstützt deshalb sehr gerne dieses Projekt, das allen Interessierten die Möglichkeit zur beruflichen und privaten Fortbildung bietet. Besonders
hervorzuheben ist auch, dass bei den baulichen Veränderungen behindertengerechte Adaptierungen, wie etwa Lifteinbauten dafür sorgen, dass behinderte Menschen einen leichten und schnellen
Zugang zur Fortbildung bekommen und alle Ebenen problemlos
erreichen können", denn nur so kann auch ein gutes Miteinander zwischen behinderten- und nichtbehinderten Menschen unter einem Bildungsdach funktionieren", erklärt Laska.

Auch der Vorsitzende des Verbandes Wiener Volksbildung, GR.
Dr. Michael Ludwig ist sehr erfreut, dass der Umbau der Urania ermöglicht wird. "Durch die Unterstützung der Stadt Wien ist es möglich, die Urania zu einer der modernsten Bildungseinrichtungen der Stadt zu machen", so Dr. Ludwig.

Schwerpunkte des geplanten Umbaus

Mit dem Umbau wurde der Architekt Prof. Dipl. Ing. Dimitris Manikas beauftragt, der ein sehr behutsames Konzept erstellt hat, das zum einen garantiert, dass die Urania zwar innen moderner
wird, aber zum anderen sicherstellt, dass sie von außen unverwechselbar und historisch bleibt.

Unter die Instandhaltungsarbeiten fallen u. a. die Renovierungen von Fenstern, Stiegenverbreiterungen, und Erneuerungen von Heizungen, elektrischen Anlagen
und Kanalsystemen.

Darüberhinaus soll das Dachgeschoß ausgebaut werden, und durch eine Stahlträger-Konstruktion wird ein trennbarer Mehrzweckraum entstehen. Beim gesamten Umbau wird darauf Rücksicht genommen, dass die Rekonstruktion und Freilegung des Hauptgebäudes des Architekten Max Fabiani aus dem Jahre 1909 erhalten bleibt,
vor allem die Außengestalt, soweit es möglich ist, dass auch der Zubau und die Innenraumgestaltung nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und dem darauf folgenden Umbau des Architekten Otto Niedermoser im Jahre 1960 soweit wie möglich unverändert bleibt.

Der 1935 errichtete Vorbau von Otto Schottenberger und Adolf Kautzki wird in seiner Grundrissform erhalten, die tragende Konstruktion wird adaptiert und die äußere Form durch eine Leichtbaukonstruktion aus Glas und Stahl neu interpretiert.

Der auf der Nordseite gelegene kleine Zubau wird ebenfalls in einer leichten Bauweise interpretiert und neu errichtet und bietet dann ein verglastes Cafe mit Blick auf den Donaukanal.

Hunderttausende Kursbesucher pro Jahr

Das Volksbildungshaus Urania ist neben 17 Volkshochschulen unter dem Dach des Verbandes Wiener Volksbildung organisiert. Jährlich nehmen mehr als 150.000 WienerInnen und NiederösterreicherInnen an den angebotenen Kursen teil. Rund 1 Million Besucher nützen die stattfindenden
Vortragsveranstaltungen.

Mit ihrem breitem Angebot an wissenschaftlichen Vorträgen, Kursen, dem Planetarium bis hin zum Kasperltheater und dem Kino zählt die Urania zu einem der wichtigsten Bildungs- und Kulturbetriebe für alle WienerInnen.

Erforderliche Kosten und Fertigstellung

Die Kosten für die Generalsanierung belaufen sich auf 180 Millionen Schilling. Das geplante Bauende ist für den Herbst 2002 vorgesehen. (Schluss) bg

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