OTS0027 5 II 0431 NRK002 Mo, 08.Mai 2000
Kommunales / Brauner / Integration ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Brauner: Näher Zusammenrücken in Zeiten wie diesen

Drei neue WIF-KuratorInnen gewählt

Wien, (OTS) Am Samstag, dem 6. Mai, fand im Wiener Rathaus
die Arbeitstagung der Wiener Integrationskonferenz statt.
Höhepunkt dieser vom Wiener Integrationsfonds veranstalteten Tagung, an der rund 100 Delegierte und Gäste teilgenommen haben, war die Wahl von NGO-VertreterInnen ins Kuratorium des Wiener Integrationsfonds.

Miteinander im Dialog

Mit der ersten Wiener Integrationskonferenz im November des vergangenen Jahres hatte der Integrationsfonds versucht, alle in Wien im Bereich der Integration tätigen Vereine, Organisationen
und Institutionen auf einer Plattform zusammen zu bringen, um so
den Dialog zwischen Stadt, NGOs und Integrationsfonds zu forcieren und vor allem zu institutionalisieren.

Auf Antrag der Integrationskonferenz wurden am Samstag
sieben NGO-VertreterInnen plus sieben StellvertreterInnen gewählt. Vom WIF-Kuratorium beschlossen ist allerdings der Einzug von drei NGO-VertreterInnen plus StellvertreterInnen. Laut Antrag der Integrationskonferenz werden daher die drei KandidatInnen mit den meisten Stimmen sofort ins Kuratorium einziehen. Diese drei neuen Kuratoriumsmitglieder sind von der Integrationskonferenz mit dem Mandat ausgestattet, innerhalb der nächsten sechs Monate eine Statutenänderung für den Einzug aller sieben Personen ins Kuratorium zu erwirken. Zu Kuratoriumsmitgliedern gewählt wurden Dr. Türkan Akkaya, Hikmet Kayahan und Sevil Fertinger. Die stellvertretenden Mitglieder sind Mag. Andreas Görg, Dr. Ragaa El Tereife und Dr. Süleyman Ceviz.

Der WIF - ein Scharnier zwischen Stadt und NGOs

Die Präsidentin des Wiener Integrationsfonds, Stadträtin Mag. Renate Brauner, zeigte sich erfreut über die im Rahmen der Arbeitstagung stattgefundene Wahl. Das signalisiere deutlich, so
die Stadträtin, dass die vielen für das Miteinander in Wien so wichtigen Organisationen und Vereine bereit sind, ein Stück Mitverantwortung für die Integrationspolitik in dieser Stadt zu übernehmen. Der Prozess zu dieser Entscheidungsfindung sei nicht einfach und von einer sehr intensiven Diskussion getragen gewesen, man habe ihn gemeinsam aber gut bewältigt und einen Kompromiss erzielt, sagte Brauner. Sie erwarte sich von den neuen Kuratoriumsmitgliedern jedenfalls viele neue Impulse und kreative Ideen für die Integrationsarbeit in Wien. In diesem Zusammenhang verwies die Stadträtin aber auch auf die wichtige
Scharnierfunktion des Fonds zwischen Stadtpolitik, Verwaltung und NGOs. Aufgrund dieser einzigartigen Funktion könne der Fonds daher niemals eine Repräsentanz der Vereine und Organisationen ersetzen. Brauner abschließend: "Es gibt eine Reihe von gemeinsamen
wichtigen Forderungen, wie z. B. die Schaffung eines Antidiskriminierungsgesetzes und die Einführung des passiven Wahlrechtes auf Betriebsrats- und Interessensvertretungsebene, für die ich auch in Zukunft immer wieder die Trommeln schlagen werde. Angesichts der bestehenden politischen Situation ist es daher ein Gebot der Stunde, im Sinne eines integrationspolitischen
Grundkonses näher zusammen zu rücken und den Miteinanderdialog weiter zu intensivieren." (Schluss) gph/gal

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