OTS0090 5 WI 1419 NEF003 Do, 30.Mär 2000
Unternehmen / Technologie ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Otis Ges.m.b.H. Aufzüge, Fahrtreppen und Service Pressekonferenz zur Weltpremiere des Gen2 in Wien am Donnerstag, 30. März 2000, 10.00 Uhr

Wien (OTS) - Gesprächspartner Dipl.-Ing. Kurt Frühbauer Geschäftsführer Otis Ges.m.b.H. - BILD (web) =

Otis bleibt Marktführer.

Nach der problemlosen Bewältigung des y2k-Problems meldet Otis für das laufende Jahr eine befriedigende Auftragslage. Bei den Neuanlagen übertrifft sie sogar die Erwartungen. Die Umsatzzahlen des vergangenen Jahres sind um 2-3 % gewachsen, der Umsatz liegt knapp über einer Milliarde Schilling. Die Otis Ges.m.b.H. ist eine Tochter des weltweiten Otis Konzern, Hauptsitz in Farmington, Conneticut, USA. Der Weltmarktführer Otis ist in mehr als 200 Ländern der Welt vertreten, baut jährlich rund 50.000 neue Anlagen und betreut mit dem Service auf der ganzen Welt rund 1,2 Millionen Aufzüge. Über 60.000 Mitarbeiter erwirtschaften einen Konzernumsatz von jährlich 5,6 Milliarden US$.

Weniger Wohn- und mehr Bürobau bedeutet Stagnation am Bau.

Prominente neue Otis Projekte in Österreich sind unter anderem die Wiener Gasometer mit ihren umgebenden Gebäuden oder das Hochhaus-Hotel Florido Plaza. Auch allgemein gilt die Auftragslage in Österreich, speziell in Wien als gut, obwohl festgehalten wird, dass der Wohnbau stark an Bedeutung verloren hat und damit wichtige Aufgaben des Baugewerbes zurückgehen. Auch die großen Infrastrukturbauten wie die Wiener U-Bahn lassen noch auf sich warten. Eindeutig zugenommen hat dagegen der Bürobau. Die Skyline verändert sich mit jedem Tag, doch der Büroneubau kann den fehlenden Wohnungsneubau im Bau- und Auftragsvolumen der Industrie nicht wirklich ersetzen.

Tatsächliches Wachstum registriert Otis in den Anforderungen an Qualität und Ausführung. Diesen positiven Trend verdankt die Branche dem neuen Hochhausbau. Hier sind High-Riser gefragt. Nicht große Stückzahlen in einfacher Ausführung, sondern hochspezialisierte Einzellösungen für hohe Transportleistung in einem architektonisch anspruchsvollen Umfeld.

Wettbewerb pur bei Prestigeprojekten.

Die gut gefüllten Auftragsbücher von Otis kommen aber nicht allein aus den strukturellen Marktveränderungen. Besonders bei den großen, prestigeträchtigen Aufgaben herrscht unter den wichtigsten Anbietern am Markt beinharter Wettbewerb. Otis reagiert darauf mit noch mehr Einsatz in Richtung Kundenbindung durch mehr Dienstleistung. Die Folge sind mehr und hochspezialisierte Mitarbeiter, die mit den Kunden die oft schwierigen Projekte Schritt für Schritt planen und entwickeln. Dieser Mehreinsatz hat Otis schließlich das Mehr an Gesamtaufträgen gebracht.

Das Wachstum im Service kompensiert die Stagnation im Neubau. Zwei Drittel des Umsatzes bringt der Service.

Der Modernisierungs- und Reparatursektor zeigt eine eigene Dynamik. Das Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit und Komfort steigt ständig. Neue Produkte und neue Leistungen sind gefragt. Bei zahlreichen Aufträgen saniert Otis bei den alten Anlagen der 50er, 60er und 70er Jahre nach und nach die Stolperstufen, Sicherheitsmängel bei den Türen und altersschwache Steuerungen. Zu diesem Bereich zählen auch industrielle und gemeinnützige Modernisierungsarbeiten in Hotels, Spitälern oder großen Wohnanlagen. Eines der erfolgreichsten Produkte für die Modernisierung ist seit zwei Jahren die Kabine Safety Car, die mit integrierter Sicherheitstüre ausgestattet ist und die eleganteste und wirtschaftlichste Investition für die Sicherheit der Fahrgäste darstellt.

Zu den Spitzenleistungen der Modernisierungen gehören besonders bei Otis die Modernisierungen der schönen alten Aufzüge vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Gittertüren, wertvolle Holzverkleidungen, Messing und Samt - alles wird in handwerklicher Perfektion ergänzt und erneuert. Dahinter spielt sich modernstes Aufzug-Know-how ab, unsichtbar aber spürbar für den Fahrgast.

Die neue Generation ist da: Gen2
(Generation 2), der maschinenraumlose Aufzug.

Aus Europa kamen in den letzten Jahren besonders laute Stimmen, die nach Aufzügen ohne Maschinenraum verlangten. Platz ist kostbar. Selbst die 3 bis 4 m2 am Dach oder im Stiegenhaus sind zu wertvoll für einen Maschinenraum. Als Antwort darauf hat Otis einen völlig neuen Aufzugstyp entwickelt. Der Gen2 (für Generation 2) kommt ohne Maschinenraum aus und lässt alle gewohnten Begriffe wie Treibscheibe, Tragseil oder Triebwerk vergessen. Nach 150 Jahren Aufzugstechnik startet jetzt mit Gen2 die völlig neue Technologie.

Antriebswelle mit nur 10 cm Durchmesser.

Der getriebelose Antrieb ist so kompakt, dass er locker im Schacht Platz findet. Die Welle für den Antrieb der Gurte hat nur 10 cm im Durchmesser! Die neue Antriebsmaschine hat lediglich 30 % der Größe einer herkömmlichen Aufzugsmaschine.

Das alte Tragseil hat ausgedient. Drei Millimeter dünne Gurte aus Stahl und Kunststoff halten und bewegen die Kabine.

Statt Tragseilen wird die Kabine des Gen2 mit Flachgurten gehalten und angetrieben. Diese Gurte bestehen aus Polyurethan (PU) und besitzen eine "Seele aus Stahl". Das sind 12 dünne Seile aus geflochtenem Stahldraht. So laufen durch die ganze Länge des Gurtes an jeder Stelle 588 Stahldrähte. Dabei sind die Gurte nur 3 cm breit und 3 mm dick. Sie sind extrem belastbar, absolut korrosionsfrei und halten zwei bis dreimal so lange wie ein konventionelles Tragseil.

Warum sich ein Betreiber für den Gen2 entscheiden soll? Er ist einfach wirtschaftlicher!

Der Gen2 garantiert wesentliche Fortschritte bei Energieeffizienz (bis zu 50 %), Sicherheit, Komfort, Geräuschverminderung und Sauberkeit (keine Schmierstoffe erforderlich). Auch die laufenden Erhaltungskosten werden sinken, dank der besonders wartungsfreundlichen Konstruktion. Die Kostenreduktion beim Einbau des Gen2 ergeben sich schon durch die geringeren Baukosten und durch den geringeren Platzbedarf. Noch ein Plus: Jeder Gen2 ist mit dem EDV-unterstützten Fernüberwachungssystem REM ausgestattet, übrigens mit der Upgrading-Version REM 5.0.

Österreich ist Pilotcompany.

Zwei Jahre Entwicklungsarbeit waren nötig, um die Kombination von Flachgurten und ultrakompaktem Antrieb zur Serienreife zu bringen. Österreich ist "Pilotcompany" für die weltweite Markteinführung. Es folgen Deutschland, Frankreich, die Niederlande und die Schweiz -alles Länder, in denen die Nachfrage nach maschinenraumlosen Anlagen besonders hoch ist.

Gen2 goes Austria: Die Welt blickt auf die Gersthofer Straße und die Matznergasse.

Auf zwei unscheinbaren Wiener Wohnhaus-Baustellen passiert zur Zeit der Quantensprung der Aufzugstechnik. In der Gersthofer Straße 20 und in der Matznergasse 5 werden die weltweit ersten Aufzüge der Type Gen2 eingebaut und demnächst übergeben.

Auch in Zukunft soll der Österreich-Bezug bei der Vermarktung mitspielen. Das nächste österreichische Großprojekt, eine revitalisierte Wohnanlage in Linz, wird als Foto- und Herzeigemodell beim Verkauf des Gen2 auf der ganzen Welt herangezogen. Österreich ist damit untrennbar mit der neuen Technologie im Aufzugbau verbunden. Übrigens wird erstmals in der Konzerngeschichte ein Produkt in international identischer Form hergestellt und verkauft.

In Österreich erwartet Otis eine Absatzsteigerung mit Hilfe des Gen2 von 10 %. Die traditionellen

Aufzüge mit Maschinenraum werden bald auf einen Marktanteil von 30 % zurückfallen.

Dienstleistung pur aus dem Internet.

Ebenfalls weltweit gleichzeitig und gleichartig ist bei Otis der Einstieg in das E-Business. Als erstes Unternehmen der Aufzugsbranche hat Otis ein echtes E-Business-Dienstleistungsangebot. Das Ziel ist, neue Vertriebs- und Betreuungswege zu erschließen. Das E-Business bietet nicht nur den Vorteil der Bearbeitung am eigenen Schreibtisch, sondern es bringt auch die zeitliche Unabhängigkeit. Weder Sonntag, ein Feiertag oder tiefe Nachtstunden werden ein Hindernis sein, um Planungsunterlagen für einen neuen Aufzug oder den Ist-Zustand einer Aufzugsanlage abzufragen.

Zum E*Business führt eine einzige Homepage, die von der ganzen Welt aus aufgerufen werden kann:

e*Direct

www.otis.com bringt den virtuellen Berater ins Architekturbüro.

Auf der Internetseite www.otis.com können schon bald Standardaufzüge geplant und ausgestattet werden. Der Architekt oder Bauherr kann auf seinem eigenen Bildschirm die technischen Parameter eingeben und sofort den Aufzug mit allen Details der Kabine planen. Registrierte Kunden erhalten ein Kostenangebot und können - noch immer vor ihrem Bildschirm - ihre Bestellung aufgeben. Das alles wird noch in diesem Jahr von allen Ländern aus möglich sein.

e*Service

Aufzugstatistiken und Zustand auf Mausklick.

www.otis.com kann noch mehr: Der Hausverwalter wird über das Internet Aufträge für Aufgaben an der Aufzugsanlage erteilen und er wird Ergebnisprotokolle und Zustandsberichte über die Anlage online abrufen können. Dieser Zustandsbericht via Bildschirm wird dank REM möglich sein. Das computerunterstützte Fernüberwachungssystem kann schon jetzt Zustandsberichte in die Servicezentrale Otis Line übertragen. In Zukunft kann sie auch der Hausverwalter oder Eigentümer auf seinem Bildschirm ablesen.

e*Display

Surfen ist besser als Platzangst.

Dem Fahrgast wird am meisten das Modul e*Display auffallen. Auf Flachbildschirmen in der Kabine laufen Nachrichten, Wetterberichte oder auch Informationen über das Gebäude. Die Einheiten wechseln in einem Rhythmus von fünf bis zehn Sekunden. Also schnell genug, um während einer Aufzugsfahrt mehrere Informationen zu sehen. Für e*Display geht Otis Kooperationen mit der Medienfirma Next Generation Network (NGN) und mit IBM ein. NGN ist in den USA schon für über 5.000 Displays in Kiosken und Supermärkten verantwortlich. In europäischen Aufzügen sind die ersten Bildschirme für Ende 2000 vorgesehen.

Der Kunde hat die Wahl zwischen Mausklick oder Gespräch.

Auf dem Weg vom traditionellen Aufzugbauer zu einem modernen Dienstleister konzentriert sich Otis trotz aller Neuerungen auf den Menschen und seine Bedürfnisse. Wer den persönlichen Kontakt vorzieht, findet nach wie vor den richtigen Gesprächspartner für seine Aufzugsprobleme und -wünsche bei Otis und seinen Mitarbeitern.

(Siehe auch APA/AOM - Original Bild Service)
Bild auch abrufbar auf APA/OTSweb: http://www.ots.apa.at

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle Otis GesmbH,
c/o Prima PR-Agentur
Tel. (01) 533 66 70-0,
Fax (01) 533 66 70-60,
prima@prima.co.at

OTS0090 2000-03-30/09:57