OTS0038 5 CI 0300 ORK001 Mo, 17.Jän 2000
Gesundheit / Österr. Rotes Kreuz ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Gastritis

Wien (OTS) - Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, ein Druckgefühl und Druckschmerz im Oberbauch, plötzlicher starker Magenschmerz oder Magenkrämpfe - das sind einige der Symptome, die auf eine Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) hindeuten können. "Diese Entzündung entsteht, wenn die Schleimschicht, die die Magenschleimhaut vor aggressiven Stoffen schützen soll, geschädigt ist", sagt Dr. Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz.

Ist die Magenschleimhaut dauerhaft verändert, spricht man von einer chronischen Gastritis. Mehr als die Hälfte aller Menschen über 50 Jahre leidet darunter. "Oft, ohne es zu wissen. Denn in den meisten Fällen haben sie keine Beschwerden", so Feinböck. "In solchen Fällen ist oft die Magenschleimhaut zurückgebildet. Es läßt sich auch das Bakterium Heliobacter pylori nachweisen." Eine akute Gastritis hingegen läßt sich meist auf eine Vergiftung, etwa durch Alkohol, Pilze oder Medikamente, zurückführen. Auch verdorbene Lebensmittel, eine Nahrungsmittelallergie oder eine Überempfindlichkeit auf Kaffee oder scharfe Gewürze können Auslöser sein. Feinböck: "Die Entzündung kann so tief ins Gewebe reichen, daß die Schleimhaut blutet. Wenn Blut erbrochen wird oder der Stuhl schwarz ist, ist sofort ein Arzt aufzusuchen."

Die Beschwerden lassen meist nach, wenn man das, was die Krankheit ausgelöst hat, kennt und meidet. Feinböck: "Schonen Sie sich bei akuter Gastritis. Fasten beruhigt die Magenschmerzen. Essen Sie statt weniger großer Portionen lieber öfters kleine Portionen. Tees, Tropfen oder Tabletten mit Kamille, Schafgarbenkraut oder Süßholzwurzel wirken krampflösend." Zur Vorbeugung sollten Patienten mit empfindlichem Magen Medikamente, wie z.B. Acetylsalicylsäure, nur nach Rücksprache mit einem Arzt einnehmen. Alkohol, Nikotin und Kaffee sollten gemieden werden, ebenso wie sehr scharfe Gewürze oder extrem heiße oder kalte Getränke. Überhaupt sollte auf gesunde Ernährung geachtet werden.

"Unbedingt sollten jene Patienten einen Arzt aufsuchen, bei denen die Beschwerden einer Gastritis im Oberbauch auftreten und länger andauern oder immer wiederkehren", so Feinböck.

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