OTS0115 5 KI 0385 NRK011 Mi, 03.Nov 1999
Kultur / Kunsthalle / Museumsquartier ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Cai Guo-Qiang in der Kunsthalle im Museumsquartier

Wien, (OTS) Der chinesische, in New York lebende Künstler Cai Guo-Qiang, der auf der Biennale in Venedig mit dem Internationalen Preis ausgezeichnet wurde, stellt bis 27. Februar 2000 in der Kunsthalle im Museumsquartier aus (täglich von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr). In seiner ersten großen Ausstellung in Mitteleuropa realisiert er vier neue, dicht miteinander verwobene raumgreifende Installationen, die in Bezug zu ausgewählten Werken aus seinem OEuvre gezeigt werden.****

Schießpulver, Feuer, Wasser und medizinische Kräuter sind einige Ingredienzien, mit denen Cai Guo-Qiang sein Wissen um chinesische Medizin, Taoismus und Chaostheorie zu vielschichtigen Installationen verarbeitet. Cai gehört zu einer Generation chinesischer Konzeptualisten, die sich in ihrer Arbeit stark auf
die Kultur, Geschichte und philosophische Tradition ihres Landes berufen. Er bezieht die Lehre der Akupunktur oder die chinesische Feuerwerkstradition in seine Kunst ebenso selbstverständlich ein wie historische Symbole und die mythische Figur des Drachens, ein immer wiederkehrendes Motiv seiner Interventionen und Installationen. Seine Arbeiten sind dabei nie folkloristisch oder exotisch, sondern immer in den aktuellen internationalen (Kunst)Diskurs eingebettet.

Wie in vielen Arbeiten des Künstlers vermischen sich in der Ausstellung im Museumsquartier Bühnendesign, Erzählungen und Zeichnung mit den Disziplinen Geschichte, Kunst und Medizin. Mit
der Installation "Spring Breeze" bringt er einen künstlichen Frühlingswind in das herbstliche Wien, in den Raum "Change of Seasons" wird dem Besucher ein chinesisches Lingzhi Getränk angeboten, das längeres Leben verspricht. "Big Bang, Small Bang" ist ein gleichrangiges Nebeneinander unterschiedlichster Explosionen: Feuerwerk, natürliche Explosionen, Kriegsexplosionen und Explosionen im Werk des Künstlers. Die Besucher werden insgesamt zu unbewussten wie aktiven Teilnehmern der
vielschichtigen Installationen, sei es als Akteure auf grüner Wiese, auf der sie Drachen steigen lassen können, sei es als Auslöser von Mini-Explosionen wie bei der Installation "I am the Y2K Bug".

"Dragon Sight Sees Vienna" - 6. November, ca. 16 Uhr auf der Baustelle der zukünftigen Kunsthalle

Explosiv wird auch das von Cai im Wiener Stadtraum geplante Feuerwerksprojekt. "Dragon Sight Sees Vienna - Projects for Extraterrestrial No. 32" ist eine "Feuerlinie" auf den Baukränen hoch über dem Areal des Museumsquartiers und wird am 6. November
um 16 Uhr für wenige Sekunden weithin sichtbar die Form eines Drachens in das Stadtbild einschreiben und den zukünftigen
Standort der Kunsthalle Wien markieren. (Schluss) gab/vo

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