OTS0097 5 II 0259 NGB002 KI Do, 21.Okt 1999
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Direktor Holender ärgert sich laut Standard vom 13. Oktober1999

Prof. Peschke: Holenders Wünsche mit BetriebsrätInnen und Gewerkschaft klären

Wien (KMSfB/ÖGB). Er ärgert sich über den Aufsichtsrat, weil er sich als Leibeigener dieses Aufsichtsrats behandelt fühlt. Er ärgert sich auch über einen seiner Direktorskollegen, weil er der Meinung ist, die anderen hätten nichts zu verschenken. Außerdem ärgert sich Holender im Standard auch über die BetriebsrätInnen, weil diese nicht einsehen wollen, dass Verschlankungen im Ballettbereich kommen werden, egal ob es den BetriebsrätInnen passt oder nicht. ++++

Prof. Fritz Peschke, Präsident der Sektion Bühnenangehörige in der Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (KMSfB) und Betriebsratsvorsitzender des darstellenden künstlerischen Personals der Wiener Staatsoper: "Wenn Herr Direktor Holender der Meinung ist, er kann zu Lasten des Balletts die Bilanz eklatant aufbessern, um vor dem Geldgeber Bund gut dazustehen, jedoch eine in Anwesenheit von Zeugen getroffene Vereinbarung ignoriert, so sehe ich schwere und gefährliche Zeiten sowohl auf ihn als auch auf die Betriebsräte und die Gewerkschaft zukommen.

Wenn schon qualitätsvolle Kunst verlangt wird (auch laut dem neuen Bundestheaterorganisationsgesetz), so muss den Künstlern auch die Gelegenheit eingeräumt werden, sie zu erbringen, was die Künstler auch jederzeit leisten wollen. Von einem Direktor erwarten sich Publikum und Künstler geeignete Koordinierung zur Qualitätssicherung, die man nur durch Beibehaltung des sozialpartnerschaftlichen Weges gewährleisten kann. Deshalb wäre es angebracht, dass Herr Direktor Holender seine Wünsche rechtzeitig den Betriebsräten äußert und Kollektivvertragsbelange am Verhandlungstisch mit der Gewerkschaft klärt." (ew)

ÖGB, 21. Oktober 1999
Nr. 502

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