OTS0020 5 II 0252 NNV001 Do, 22.Apr 1999
NÖVP / Wohnbau / Niederösterreich ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Michalitsch: Baurechtsaktion des Landes ermöglicht billiges Wohnen

Die Stadt St. Pölten könnte sich daran ein Beispiel nehmen

Niederösterreich, 22.4.1999 (NÖI) Die Baurechtsaktion des Landes Niederösterreich ist ein wichtiges sozialpolitisches Instrument, um billiges Wohnen zu ermöglichen. Dies vor allem in Abwanderungs- und finanzschwachen Gebieten. Mit dieser Baurechtsaktion finden Sozialpolitik, Wohnbau und Raumordnung eine optimale Ergänzung, erklärte LAbg. Martin Michalitsch.****

Michalitsch wies darauf hin, daß die Baurechtsaktion ein Instrument sei, das in Niederösterreich raumordnungspolitisch erwünscht und langfristig zur Sicherung von Baugründen dient, wobei Grundflächen angekauft und zu optimalen Baugrundstücken gestaltet werden. Das Baurecht ermöglicht Familien mit dem Bau zu beginnen, obwohl sie noch nicht grundbüchlicher Eigentümer der Liegenschaft sind. Bis zum späteren Erwerb des Grundstückes (längstens innerhalb von 100 Jahren) ist dabei ein geringer
Bauzins zu bezahlen.

Aufgrund eines Landtagsbeschlusses vom 18. März 1999 wird nunmehr die Grundlagenforschung der Baurechtsaktion überarbeitet. Es soll dabei auf die neueste Siedlungsentwicklung Rücksicht genommen werden.

Mit dieser Überarbeitung können auf Landesebene neue Impulse gesetzt werden. Es kann aber ganz sicher nicht so sein, daß das Land der einzige Rechtsträger ist, der auf dem wichtigen Gebiet
der Siedlungsentwicklung aktiv ist. Wenn einzelne Vertreter der Stadt St. Pölten gerade in der Landeshauptstadt ein Defizit im kleinvolumigen Wohnbau orten, so sollten sie parallel zur Baurechtsaktion des Landes eine Baurechtsaktion der Stadt initiieren. Jeder Rechtsträger, der Baulandreserven hat, kann Grundstücke zu günstigen Bedingungen ins Baurecht vergeben. Gerade die Stadt St. Pölten, die derzeit mir einer stagnierenden Bevölkerungsentwicklung kämpft, sollte ihren reichen Baulandbesitz für eine soziale Baurechtsaktion nützen.
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